Am Wochenende erreichte uns die Nachricht über ein Nothilfeprogramm, das CARDS im Küstenbezirk von Bapatla südlich von Guntur durchgeführt hat. In einer abgelegenen Siedlung kam es in einer der Palmblatt-Hütten beim Kochen über offenem Feuer zu einem Unfall. Die trockenen Blätter gerieten in Brand und das Feuer breitete sich in der Siedlung aus.

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Am Ende waren es 71 Hütten, die dem Feuer zum Opfer fielen und die darin lebenden Familien um ihr weniges Hab und Gut brachte. 

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In der Siedlung leben 219 Menschen unter einfachsten Bedingungen; Dalits, an  Lepra Erkrankte und Menschen mit Behinderungen.

 

 

Durch einen ehemaligen Studenten des CARDS Colleges, der aus dieser Siedlung stammt, hat CARDS Kontakte zu einigen Einwohnern. Sie informierten Dr. Frank Viswanath von dem Unglück und er organisierte umgehend ein Notfallprogramm für die betroffenen Familien.

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Am Wochenende fuhr das CARDS-Team mit Hilfsgütern nach Bapatla, um die Familien mit dem nötigsten Hausrat zu versorgen.

 

5.000 € hat „Partnerschaft in der Einen Welt – Hilfe zur Selbsthilfe“ jährlich für Katastrophenhilfe eingeplant. CARDS kann dadurch spontan auf akute Notlagen nach Katastrophen wie Wirbelstürmen, Überschwemmungen oder auch Bränden reagieren.

Hier können Sie Spenden für die Katastrophenhilfe von CARDS.

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Die Zustände in der Siedlung sind katastrophal und die Bewohner waren sehr dankbar für die unbürokratische und schnelle Hilfe.

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 Unter freiem Himmel haben die Menschen das Wenige gesammelt, das sie retten konnten.

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Übrig geblieben sind nur Metallteile.

 

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Nach der Ankunft des CARDS-Busses versammeln sich die Bewohner unter dem schnell aufgespannten Sonnensegel.

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Ein CARDS-Mitarbeiter registriert die Geschädigten und gibt Berechtigungsscheine aus.

 

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Danach können die Einwohner Töpfe, Schüsseln, Reis und eine Decke entgegennehmen.

Die Kolonie liegt isoliert von anderen Ortschaften, etwa 14 km von der Küste entfernt. Die meisten Menschen sind Bettler. Sie steigen morgens in einen Zug ein und betteln in den Zügen. Abends kehren sie in ihre Siedlung zurück. Manche Bewohner sind Schuhmacher oder verdienen etwas Geld als Hausangestellte oder Landarbeiter. Je nach dem Grad ihrer Behinderung bekommen sie eine monatliche staatliche Unterstützung von 1.000 – 1.500 Rupien (ca. 20 €). Sie sind auch zum Kauf staatlich subventionierter Lebensmittel berechtigt und können dadurch Grundnahrungsmittel, wie z.B. Reis, Dal, Öl und  Zucker, billiger kaufen. Als Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, haben sie auch Anspruch auf kostenlose medizinische Versorgung.

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Das Klima in dieser Gegend ist heiß und feucht. Die Menschen suchen Schutz im Schatten der verbliebenen Häuser und der wenigen Bäume.

 

 

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Wasser ist knapp, deshalb fehlt es auch an Löschwasser. Die Versorgung mit Trinkwasser erfolgt über Tankwagen.

 

 

 

Bericht Steffi König und Margit Nitsche, Fotos CARDS, 23.07.2016

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