Bildung und Ausbildung eröffnen neue Wege für die Dalits

CARDS betreibt inzwischen 4 Colleges:

In allen Colleges werden verschiedene berufliche Ausbildungsgänge (Vocational Colleges) eingerichtet mit einem Schwerpunkt in der Frauen-Förderung (Women Empowerment), z.B. Gesundheitsberatung, MTA, Physiotherapie. Die "Vocational Colleges" sind in etwa mit einer Berufsfachschule vergleichbar.  Die Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin, Physiotherapeutin, Krankenpflegerin oder Hebamme dauert 2 Jahre. 

Jedes Jahr werden 200 Studentinnen aufgenommen. Beginn war 2004 mit 200 Studentinnen.

Vocational Colleges

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachleuten ist groß, die Berufsaussichten für diese Bereiche sind dementsprechend gut. Mit der stärker praxis- und berufsorientiert ausgerichteten Ausbildung der "Vocational Colleges" orientiert sich CARDS an den Anforderungen des Arbeitsmarktes. CARDS hat besonderen Wert darauf gelegt, dass die jungen Männer und insbesondere auch die Frauen sich nach der Ausbildung auch selbständig machen können.

Ausbildung ist das Fundament einer gesicherten Existenz

Durch eine bessere Ausbildung haben die jungen Dalits 3-fachen Nutzen

1.  Nutzen für den einzelnen jungen Menschen

  • Sicherung der Lebensgrundlage, 
  • Unabhängigkeit von Kastenzwängen und vom traditionellen Familienberuf. 
  • Selbstbestimmtes Leben

2. Nutzen für die Familie, vor allem für die Kinder

  • Sicheres Familieneinkommen verhindert Kinderarbeit.

3. Nutzen für die Dalit-Gemeinschaft

  • Bessere Gesundheitsversorgung, z.B. durch ausgebildete Dalit-Hebammen
  • Verbesserte Ausbildung der Frauen fördert die Weiterentwicklung der Dörfer in Hinsicht auf:
  • Gesundheitsvorsorge (HIV/AIDS), 
    Hygiene und Ernährung (Anlegen von Küchengärten)

Für die Ausbildung einer Studentin
entstehen Kosten in Höhe von:

120 € für 2 Jahre
60 € für 1 Jahr

für die Ausstattung der Praktikumsplätze, (z.B. Labor), für Kurse,
Workshops und Verwaltung.

 

für 5 € können die Kosten
eines Ausbildungsplatzes für einen Monat gedeckt werden

Helfen Sie mit, jungen Dalit-Frauen

eine Zukunft zu geben.

Sichern Sie mit Ihrer Spende

einen Studienplatz

Die Finanzierung der Unterbringung, Verpflegung und Lehrergehälter
übernimmt der indische Staat.

Kind

 

 

Besondere Freude bereitet den Studentinnen die Arbeit mit Kindern. Hier erhalten Studentinnen des Krankenpflegekurses eine praktische Unterweisung im CARDS Urban Health Center (Gesundheitszentrum) in einem Slum in Guntur.

Mikroskop2

 

 

 

Studentinnen des Physiotherapie-Kurses werden in der Anwendung von Geräten zur Physiotherapie und Elektrotherapie unterwiesen.

 

 

Futrainer

 

PHOTO 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit der Gründung von CARDS ist das College in Deenapur und später alle anderen Colleges ein wichtiges Standbein. Bildung und Wissen sind die Grundlage für Veränderungen, die mit Hilfe der Studentinnen und Studenten in den Dörfern bewirkt werden können. Nur durch das Engagement von vielen gut ausgebildeten und motivierten jungen Dalits konnte CARDS eine tragfähige und effektive Organisation werden, in der die Visionen von P.Ranjan Babu und Swarnalatha Devi zum Nutzen vieler Dalit-Familien umgesetzt werden können.   

Für "Partnerschaft in der Einen Welt - Hilfe zur Selbsthilfe" ist dies ein Grund, bei Spendenaktionen immer wieder dafür zu sorgen, dass die Colleges als Basis für alle anderen Maßnahmen weiterarbeiten können. Auch die schnelle Hilfe nach der verheerenden Flutkatastrophe war nur möglich, weil CARDS die aufgebauten Strukturen nutzen konnte. Die aktuelle Spendenaktion 2005 war daher für den Aufbau der "Vocational Colleges" bestimmt.

Rural Christian Junior College -  Rural Christian Junior Vocational College

RCJC20JahreDas "Rural Christian Junior College" in Deenapur hatte im Dezember 04 sein 20. Jubiläum. Anfang 2005 wurde das gebührend gefeiert. Über 3.000 ehemalige Schüler waren eingeladen. Auch Arnold Paulus, der Ehrenvorsitzende unseres Vereins nahm mit seiner Frau Gertrud Paulus und anderen Vereinsmitgliedern an den Feierlichkeiten teil.

RCJC20Jahre1

 

Im Jahre 1984 wurde das »Rural Christian Junior College« in Deenapur mit 14 Studenten eröffnet. Heute leben und lernen auf diesem Campus rund 600 Menschen.

 

 

In zweijährigen Kursen erhalten junge Dalits mit dem Abschluss einer 10. Klasse eine weiterführende, allgemeine Schulausbildung und gleichzeitig eine Ausbildung in den Methoden und Techniken für ländliche Entwicklungsarbeit. Hierfür sind die Studenten und Studentinnen (ca. 1/3 sind junge Frauen) in fünf Arbeitsgruppen aufgeteilt:

  • Bildung
  • Sport
  • Kultur
  • Gesundheit
  • Soziale Aktionen

Jede Gruppe arbeitet unter Anleitung der Lehrer, die gleichzeitig CARDS-Mitarbeiter sind, auf ihrem Gebiet praktisch in den umliegenden Dörfern. Das Team für kulturelle Aktionen führt z. B. gesellschaftskritische Szenenspiele auf, während jedes einzelne Mitglied des Bildungsteams eine/n Bewohner/in ihres Dorfes.

StudentenDas Team für kulturelle Aktionen führt z. B. Tänze, Lieder und gesellschaftskritische Szenenspiele auf, in denen die Situation der Dalits aufgegriffen wird. Die Theaterstücke klären über Rechte auf und ermuntern die Eltern, ihre Kinder in die Bala Batas zu schicken.

Für Aufklärung über Hygiene, Babypflege und Anleitung zur Anwendung von Heilkräutern und sonstige Gesundheitsfragen ist das Team für Gesundheit zuständig. Durch die Arbeit in diesen Gruppen weckt das College das soziale Engagement der Studenten mit dem Erfolg, dass viele StudentInnen nach Abschluss des Colleges in ihrem Heimatdorf als Lehrer und Sozialarbeiter in Zusammenarbeit mit CARDS und den Dorfbewohnern die Situation im Dorf verändern. So breitet sich die Idee von CARDS der Hilfe zur Selbsthilfe nach dem Domino-Stein-Effekt aus.

Die Auswahl der Schüler für die Colleges erfolgt nach ihrer Herkunft und Motivation, nicht nach Noten. Bevorzugt werden Schüler aus armen Dalit-Familien, abgelegenen Dörfern und mit schlechten Noten - also solche, die an anderen staatlichen oder kirchlichen Schulen keine Chance hätten.

Der Standort des Colleges in Deenapur, ca. 20 km von Guntur entfernt, inmitten eines rein landwirtschaftlich orientierten Gebietes, soll dazu beitragen, dass Schüler aus den Dörfern die Chance einer Aus- und Weiterbildung bekommen. Die Landflucht der jungen Leute, auch in Indien ein großes Problem, wird damit etwas verringert. Das bisher stark unterentwickelte Gebiet bekommt durch die Arbeit der Collegestudenten einen bedeutenden Entwicklungsschub.

Fast alle Schüler aus armen Familien bekommen ein Stipendium, da sie ansonsten keine Ausbildung erhalten könnten. Sie haben auch die Möglichkeit eines Zuverdienstes, indem sie verschiedene notwendige Arbeiten, wie z. B. im Gemüsegarten, in der Wäscherei oder beim Bau neuer Gebäude fürs College übernehmen und dafür von CARDS bezahlt werden.

Für die Erweiterung des "Rural Christian Junior Colleges" in Deenapur durch die Berufsausbildungszweige wurden die 5 Schulgebäude um jeweils ein Stockwerk erweitert. Beim Besuch einer Gruppe aus Deutschland zum Jahreswechsel 2003/2004 wurden die neuen Collegeräume mit viel Musik eingeweiht.

Ende 2003 begann mit 50 StudentInnen dort der neue Berufsausbildungsbereich mit den Fachbereichen Labortechnik, Physiotherapie und Krankenpflege.
CollegeStud

 

Seit Beginn des neuen Angebots steht CARDS einem überwältigenden Ansturm auf diese Studienplätze gegenüber. Vor allem das Interesse bei Frauen ist sehr groß. 

 

 

Christian Womens' Junior College mit Vocational Junior College

Studentinnen-WEDSSpeziell für junge Dalit-Frauen wurde 1992 in Guntur ein Studentinnenwohnheim errichtet, in dem 120 junge Frauen untergebracht werden können. Angeschlossen ist das »Christian Womens' Junior College«, das diesen Mädchen und weiteren 60 externen Schülerinnen, die Möglichkeit einer Ausbildung bietet.

 

Der Besuch des "Christian Womens' Junior College" eröffnet den jungen Dalit-Frauen Chancen und Wege, die ihnen aufgrund ihrer Herkunft verschlossen waren.

Der Besuch des "Christian Womens' Junior College" eröffnet den jungen Dalit-Frauen Chancen und Wege, die ihnen aufgrund ihrer Herkunft verschlossen waren.

Development process is strengtehend

- only when women are involved

Die Beteiligung der Frauen bringt die Entwicklung voran

- ohne Frauen läuft nichts

Die Einrichtung des "Christian Womens' Junior College" zeigt die Wertschätzung der Frauen durch CARDS und die Einschätzung ihrer Bedeutung für die Verbesserung der Lebensumstände der Dalits. Die Erfahrung in der Dorfentwicklungsarbeit hat gezeigt, dass nur dort wo es gelang die Frauen zu aktivieren, die Arbeit vorankam und positive Veränderungen möglich waren.

Mütter waren die ersten, die begriffen, wie wichtig es ist, die Kinder auf die Schule zu schicken - Frauen ließen sich für die Idee der Spargruppen gewinnen und engagierten sich in den Thriftgruppen für die Verbesserung der eigenen Lage und dem gleichzeitigen Aufbau einer solidarischen Gemeinschaft.

Im "Christian Womens' Junior College" erhalten die jungen Frauen eine Ausbildung, die ihnen ganz persönlich für ihren eigenen Lebensweg von Nutzen ist, gleichzeitig wird das große Potential der Frauen für die gesellschaftliche Entwicklung erschlossen.

Erfahrungen von StudentInnen an CARDS Colleges

»Bevor ich ins CARDS College kam, hatte ich eine Menge Kastengefühle. Aber jetzt verstehe ich, dass wir alle gleich sind und dass alle meine Brüder und Schwestern sind.« Showri Reddy

»Das CARDS College ist ein Tempel für Dalits. Dieses College arbeitet nach den Prinzipien von sozialer Gerechtigkeit und unterstützt die Dalits.«  P. John Suri Babu

»Die täglichen Andachten im College geben Hindus, Moslems und Christen gleichermaßen Gelegenheit, ihren Glauben mitzuteilen. Dies ist eine sehr schöne Übung. Wir können uns viel besser dabei kennenlernen.«  Amarnath 

»Bevor ich ins CARDS College kam, wusste ich nichts über die Übel des Kastensystems. Jetzt verstehe ich die Probleme unserer Gesellschaft und ich werde für die Entwicklung der Dalits arbeiten.«    Sri Devi

»Am Anfang befürchtete ich eine dunkle Zukunft, wenn ich ins CARDS College gehe. Nach 3 Monaten hatte ich schon viel von meinen Lehrern gelernt. Ich habe eine gute Ausbildung und gutes Benehmen beigebracht bekommen.«  D. Mallikarjun

»Die Lehrer zeigen uns Liebe und Gefühle wie bei mir zuhause.«   V. Srinivasa Rao

»Für Studenten, die aus ländlichen Gebieten kommen, ist es sinnvoll, dass es ein ländliches College ist.«  Lurthamma

»Im Gegensatz zu den Lehrern in anderen Colleges versuchen unsere Lehrer, die Unterschiede zwischen den Armen und den Reichen zu verringern. Dieses College bietet eine Chance für die ländlichen Studenten und ermutigt sie, sich in ihrem Beruf zu entwickeln...«  Sujatha

Betterplace

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 Kraichgau Wiesloch-Sinsheim e.G.

 BLZ: 672 922 00
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