IMG 2914 und Stadtführung in Sinsheim

Am 11.06.2015 war der "erste Schultag" für die Kulturgruppe. An der Kraichgau Realschule in Sinsheim wurden die Inderinnen und Inder vom Schulleiter Herrn Gutwald-Rondot und der Lehrerin Frau Drescher herzlich begrüßt.

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Dass Bürgermeister Albrecht der Einladung der Schule gefolgt war und die Aufführung mit anschaute, war für die Gruppe und die Begleiterinnen vom Verein eine besondere Ehre. 

 

IMG 2939Im Musiksaal, wo bei der ersten Aufführung vier Klassen und beim 2. Mal zwei Klassen zuschauten, wurde die Stimmung dann schnell indisch. Die SchülerInnen staunten über die Geschwindigkeit mit der die Stöcke beim Stocktanz durch die Luft wirbelten, ohne dass es Verletzte gab.

Aber ein Haarband flog schonmal aus dem Zopf.

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Bei der Vorführung des Bodytheatres verfolgten die Schülerinnen und Schüler gespannt die Szenen. Die zwei Geschichten aus dem Leben von Dalit-Kindern machten sehr nachdenklich.

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Ein Mädchen war von zuhause vor seinem Vater geflohen, der die Mutter geschlagen hatte. Auf dem Bahnhof der Millionenstadt Guntur wurde es von CARDS-Mitarbeiterinnen entdeckt und fand Zuflucht im GIRL-Mädchenheim. Ein anderes Kind musste im Steinbruch arbeiten, weil der Vater bei der Arbeit schwer verletzt wurde und die Familie den geringen Verdienst des Kindes  zum Überleben brauchte.

Die Schicksale der indischen Kinder machten betroffen. Wie kann man in so einer aussichtslosen Situation trotzdem fröhlich sein, singen und tanzen? Die Kinder, die in den Bala-Bata-Schulen, im CRAC und im GIRL die Stocktänze und Lieder lernen, schöpfen daraus Kraft. Wenn sie gemeinsam trommeln und tanzen, dann wächst ihr Selbstbewusstsein und sie gewinnen den Mut, sich für ihre Rechte einzusetzen. Im Musiksaal der Realschule war die Power und Energie der Inder direkt spürbar.

IMG 2942Seit über 20 Jahren engagiert sich die KRS mit ihrem Adventsbasar und dem Sponsorenlauf für CARDS. Steffi König bedankte sich für dieses langjährige Engagement. Die indische Gruppe hatte als „Dankeschön“ ein Stoffbild mitgebracht, das Mädchen aus dem GIRL gemalt hatten. Steffi König überreichte das Bild einem Jungen und einem Mädchen stellvertretend für die ganze Schule.

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Mit einem deutsch-indischen Gemeinschaftsfoto verabschiedeten sich die Gäste von den SchülerInnen.

 

 

 

KcheSteffiAnschließend führten Herr Gutwald-Rondot und Frau Drescher die Gruppe durch die Schule. Das Staunen über die gute Ausrüstung der Schule mit Sporthalle, Sportplatz und Pausenhof war groß. Die InderInnen waren beeindruckt von der Einrichtung der Werk- und Technikräume. Sie waren begeistert über die Schulküche, die mit allem eingerichtet ist, das man in einer Küche braucht.

In so einer Schule lernen zu dürfen, das wäre ein Traum.

Da fällt mir ein, was Ranjan Babu vor Jahren zu seinen MitarbeiterInnen sagte: „Fürchtet euch nicht vor schlechten Bedingungen. Hauptsache ist, dass die Kinder etwas lernen wollen.“ Das wiederum wäre nun für uns ein Traum.

Bericht auf der Schulhomepage.

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Nach dem intensiven Vormittag hatte sich die Gruppe ihr Mittagessen im China-Restaurant „Frieden“ wirklich verdient.   

 

 

Attila

Frisch gestärkt nach dem Essen führte Attila Kollar die Gruppe vom Gerberhaus über den Postgarten zu sehenswerten historischen Plätzen. Klaus Kaltenbach hatte sich liebenswürdigerweise der Gruppe angeschlossen und übersetzte die Ausführungen von Attila Kollar auf Englisch. Für die Gruppe übersetzte Ratnam in Telugu.

IMG 3068Auf der Elsenzbrücke mit den leuchtenden Geranien und dem bunten Brückenwächter bot sich wieder eine schöne Gelegenheit für ein Gruppenfoto.

IMG 3078Dekan Scheffel, der sich freute an diesem Tag einen Termin gefunden zu haben, an dem ein Treffen möglich war, begleitete die Gruppe und schloss für sie die Kirche auf. Er erklärte die Geschichte und den Aufbau der Kirche.

KlausKZum Gruppenbild stellten sich alle im Altarraum auf, vor den Reliefs, auf denen die Symbole der vier Evangelisten dargestellt sind: Matthäus der Mensch bzw. Engel, Markus der Löwe, Lukas der Stier und Johannes der Adler.  

Auf dem Weg zum Parkhaus machte Attila Kollar noch beim alten Rathaus Halt und versuchte zum Abschluss noch in kurzen Worten die lange Geschichte der 1848er Revolution zu erzählen, was ja eigentlich gar nicht möglich ist. Die InderInnen bekamen jedenfalls einen Eindruck davon, welche geschichtsträchtigen Ereignisse sich in Sinsheim schon abgespielt haben.

Ratnam bedankte sich im Namen der Gruppe herzlich bei Attila Kollar, Dekan Scheffel und Klaus Kaltenbach. Er war schon so oft in Sinsheim und jetzt endlich habe er auch etwas über die Stadt und ihre Geschichte erfahren. Und auch wir deutschen Begleiter haben einiges erfahren, was wir noch nicht wussten.

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Das Wetter meinte es heute gut. Schön warm war es und der Rathausbrunnen bot Abkühlung. Leider „no drinking water“. So klares Wasser sollte man nicht trinken können, kaum fassbar für die Inderinnen.

 

 

 

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