2015 Besuch aus Indien

2014

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"Wussten Sie schon, dass es in Indien Schulen mit dem Namen „Bala-Bata-Schule Aglasterhausen" gibt?"

So beginnt der Bericht aus dem Amtsblatt der Gemeinden Aglasterhausen, Neunkirchen und Schwarzach.

„Wir müssen über unseren Tellerrand schauen und unseren Schülerinnen und Schülern die Lebenswirklichkeit von Kindern in anderen Ländern unserer Welt nahe bringen. Wir müssen lernen, dass es notwendig ist, auch Verantwortung für andere zu übernehmen." Dies sagt Rektor Walter Zeller voller Überzeu­gung, wenn er von der Grundschule Aglasterhausen berichtet.

Seit über 20 Jahren unterstützen die Schülerinnen und Schüler in Aglasterhausen Projekte in fernen Ländern. Dabei war es der Schule immer wichtig, einen direkten Draht und einen persönli­chen Ansprechpartner zu den Projekten zu haben.

Seit 2007 unterstützt die Schule in Aglasterhausen nun durch Spendenaktionen in Schulgottesdiensten, bei Schulfesten, o.Ä. „Bala-Bata-Schulen" im Distrikt Guntur in Indien.

Frau Steffi König, die Vorsitzende es Vereins „Partnerschaft in der einen Welt - Hilfe zur Selbsthilfe e.V:" hat der Schule in Aglasterhausen in Partnerschaft mit „CARDS" dieses Projekt vermittelt und sorgt dafür, dass diese Bala-Bata-Schulen in Indien durch Klassenprojekte, Auftritte bei Schulfesten, Work­shop-Angebote und viele andere Aktivitäten in den Köpfen und Herzen unserer Schülerinnen und Schüler verankert werden. Für dieses ungeheure Engagement, für die hervorragende inhalt­liche Arbeit und das Erleben dürfen der indischen Sitten und Gebräuche bedankt sich die Grundschule Aglasterhausen ganz ausdrücklich bei Frau Steffi König und ihrem Verein.

„Bala-Bata: Ausweg aus Armut und Kinderarbeit" Bala-Bata-Schulen tragen dazu bei,

  • dass Dalit-Kinder dem Unterricht besser folgen können,
  • dass die Schüler/innen bessere Noten bekommen,
  • dass ihre Chancen eine weiterführende Schule besuchen zu können steigen,
  • dass die Zahl der Schulabbrecher sinkt.

 
Durch diese auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe" basieren­den Projekte sollen die Dalit-Kinder bessere Chancen in den staatlichen Schulen bekommen, sollen Kinderarbeit verhindert und der Kreislauf der Armut für diese Kinder zu durchbrechen versucht werden.

Rektor Herr Zeller zeigte sich erfreut, dass mit 880,53 € an Spendengeldern im Jahr 2013 der bisherige Höchststand an Spenden erreicht wurde. Dies sei doch Ansporn diese Summe im Jahr 2014 noch zu toppen.

2010 - Kultur - Musik und Tanz - KuMuTa

img 1028Kunterbunt ging es zu beim KuMuTa in Aglasterhausen. Mit Kultur, Musik und Tanz feierte die Grund- und Hauptschule ein fröhliches Fest. Neben vielen anderen  kulturellen Beiträgen, gab es auch Kultur aus Indien zu bestaunen. Steffi König hatte mit Bernhard Gänzler - Lehrer der Klasse 4a - und Heike Heck - Lehrerin der Klasse 2a - eine Modenschau vorbereitet, bei der es indische Mode zu bestaunen gab.

In indischer Originalkleidung stellten die Kinder Alltagsszenen aus dem Leben in Indien dar. Schulkinder kamen in Schuluniform und Landarbeiter trugen Körbe auf ihren Köpfen. Tribal-Mädchen tanzten zu Trommelmusik in ihren wunderschönen spiegelbesetzten Gewändern. In die langen Stoffbahnen der Saris gehüllt und mit Blütenketten geschmückt, präsentierte sich eine weitere Gruppe von Schülerinnen. Sogar ein Brautpaar in festlichen Gewändern zeigte sich den begeisterten Zuschauern. Zu fetziger Bollywood-Musik versammelten sich am Ende noch einmal alle Kinder auf dem Laufsteg und das Blitzlichtgewitter der fotografierenden Eltern nahm kein Ende….

Danach konnten die Eltern mit ihren Kindern noch die Ausstellung über die Schulpartnerschaft zwischen der GHWRS Aglasterhausen und 5 indischen Bala Bata Nachhilfeschulen im Klassenzimmer der Klasse 2a besuchen.

2009 - Indischer Flair an der GHWRS Aglasterhausen

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Indien mit allen Sinnen – in diesen Genuss kamen dieser Tage alle Grundschüler der GHWRS Aglasterhausen. Wer an diesem Tag durchs Schulhaus ging, konnte Indien nicht nur sehen, sondern auch riechen, schmecken und hören. Mit der tatkräftigen Unterstützung durch Mitglieder des Vereines „Partnerschaft in der Einen Welt - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“ wurde es den Lehrkräften der Grundschule ermöglicht, den Schülern Indien näher zu bringen.

Sample ImageZiel des Indientages war es, das fremde Land in die Schule zu holen, da die GHWRS Aglasterhausen seit einigen Jahren den Verein durch Spenden und somit den Aufbau von „Bala Bata-Schulen“ in Guntur im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh unterstützt. „Bala Bata“ bedeutet „Weg der Kinder“ und bezeichnet eine Nachhilfeschule für Dalitkinder, eines der Bildungsprojekte des ind. Entwicklungsprojektes „CARDS“.
Sample ImageSo durften an diesem Tag Kinder indische Spiele nachspielen, denn es geht auch ohne Playstation oder Tretroller. Mit einfachen Mitteln, nämlich Steinchen oder durch Hüpfen, vertreiben sich nämlich indische Kinder die Zeit. Vor allem bei den Mädchen war das Anziehen eines Saris, die typische Kleidung der indischen Frauen, begehrt. Geschmückt mit einer selbst gebastelten Blumenkette, einer Malai, und fertig war eine typisch indische Frau.

Dass Inder viele Gewürze kennen und auch verwenden, konnten die Schüler und Schülerinnen an der eigenen Nase erfahren und riechend das weit entfernte Land entdecken. Auch der Geschmack kam nicht zu kurz, denn der selbst gemachte Chai (ind. Gewürztee) war bei manchen Kindern heiß begehrt. In der Küche wurden Naan und Raita gemacht (Fladenbrote und eine Joghurtspeise) und natürlich auf dem Boden sitzend eifrig genossen.

Dass das tägliche Leben in Indien für Kinder meist anders aussieht, konnte am eigenen Leib erfahren werden. Eine „indische Schulstunde“ auf dem Boden sitzend und Hindu-Schriftzeichen abzeichnen ist gar nicht so einfach. Dass manche Kinder gezwungen sind, die Familie finanziell zu unterstützen, öffnete doch so manchem Schüler die Augen. Denn Steine schleppen oder Streichhölzer verpacken ist doch eine schwierige Arbeit. Doch auch die Entspannung durfte danach nicht zu kurz kommen. Zusammen mit der Yogalehrerin Gesa Martens durften die Schülerinnen und Schüler bei einer Yogaeinheit entspannen. Noch einige Tage später waren auch noch sichtbare Zeichen des Indientages vor der Schule zu sehen. Bunte Kolams (Straßenmalereien) zierten die Straße entlang der Schule und gaben ein farbenfrohes Bild ab.

2009 - Bilderausstellung der Bala-Bata-Kinder

Die Bilderausstellung der Bala Bata Kinder war bis zu den Weihnachtsferien in der Aula der GHWRS Aglasterhausen zu sehen. Die Kollekte des Schülergottesdienstes wurde für die Bala Batas gesammelt.

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2008 - Besuch aus Indien

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"Randi, randi"  sangen die Schülerinnen und Schüler auf Telugu in der Turnhalle in Aglasterhausen - zur großen Freude der Inder. Für sie war dies ein Höhepunkt ihrer Reise.

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Gespannt verfolgten die Zuschauer den Auftritt der Inderinnen und Inder.

 

 

 

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Beim Tommeln, Tanzen, Sari Wickeln und Hennah-Tatoos waren Deutsche und Inder gemeinsam in action.
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2007 - Indienprojekt  beim „Festival der Kulturen“ KuMuTa (Kunst, Musik und Tanz)

an der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (GHWRS) Aglasterhausen

Ein Bericht von Steffi König

Sample Image„Randi,Randi“ tönte es über den Schulhof. Die Zuhörer staunten, dass die Kinder die 3 Strophen des Liedes in der indischen Sprache "Telugu" auswendig singen konnten.

Die haben ja gar kein Mäppchen oder keinen Schulranzen, sondern nur eine Schiefertafel mit Kreide!“ - „die Jyothi muss aber viel Hausarbeit erledigen, bevor sie in die Schule geht, ich frühstücke zuhause nur und gehe dann los“ – „da gibt es ja dreimal am Tag Reis zum Essen.“

So äußerten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1a der GHWRSSample Image Aglasterhausen, als ich ihnen die Bilder vom Alltag des 11-jährigen Mädchens Jyothi aus Piduguralla in Indien zeigte. Es war Donnerstagvormittag und es war der Vorbereitungstag für das „Festival der Kulturen“ am 22. Juni 2007. Begonnen hatten wir echt indisch, nämlich ohne Tische und Stühle, die Kinder saßen auf dem Boden und begrüßten mich mit einem kräftigen „Namaste, Frau König“. Die Klassenlehrerin Frau Ritter und ich hatten uns für diesen Vormittag viel vorgenommen und schon bei meinem Bildvortrag über das Mädchen Jyothi war ich erstaunt über die genaue Beobachtungsgabe der Kinder und ihre Schlussfolgerungen: „Wenn die Kinder keine Hefte haben, brauchen sie ja auch keine Hausaufgaben machen“.

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Wir verglichen das Alltagsleben der Kinder mit dem von Jyothi und da gab es viele Unterschiede: die Kleidung, das Essen und vor allem die Sprache. Kinderlieder in Telugu - der Amtssprache von Andhra Pradesh - hörten wir uns an und gleich darauf begannen wir unser Telugu-Lied „Randi (übersetzt: Kommt her)“ für den KuMuTa einzuüben. In kurzer Zeit erschallte im Klassenzimmer ein lautes „Randi, Randi - Rajadhine thalu Kandi –

Randi, Randi, Randi“. Mit Feuereifer waren die Kinder dabei, den ungewöhnlichen Text des Liedes einzustudieren.

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Danach wurde mit Kissen ein Feld mit der Größe einer indischen Hütte abgesteckt. Auf 12 m² leben in Indien mehrere Personen zusammen, was die Kinder selbst ausprobieren durften. Zum Vergleich richtete Julija in ihrem Feld ihrKinderzimmer ein, in dem sie alleine wohnt.

Sample ImageAuch indisch kehren will gelernt sein, jeder durfte den indischen Besen einmal ausprobieren, ebenso die indische Kleidung, das Kostüm des Bergvolkes der Lambadi und das traditionelle indische Beinkleid für den Mann, den dhoti. Während einige Kinder ihre Nasen in indische Gewürze und Räucherstäbchen steckten und Schmuck  und Kunsthandwerk betrachteten, war es Aufgabe für die anderen, unsere neue Vereins-Schaufensterpuppe zur echten Inderin zu machen. Von der Unterwäsche bis zum fertigen Sari bedurfte es einiger Wickelkunst und schließlich wurde unsere Inderin von den Kindern auf den Namen Malika getauft. Zum Abschluss des Vormittages bereitete Frau Ritter mit den Kindern einen traditionellen Mango-Lassi (süßes Joghurtgetränk) zu, den wir bei der Hitze gut vertragen konnten.

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Am Tag des Schulfestes verwandelten wir das Klassenzimmer der 1a in einen Ausstellungsraum über Indien. Malika „begrüßte“ die Besucher in ihrem roten Seidensari und Ria Paulus richtete sich ihre Henna-Tattoo-Ecke ein.

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Zu bekannten Bollywood-Klängen malte sie unzähligen Kindern bis zum Abend ein Tattoo nach dem anderen, der Ansturm nahm kein Ende und so half ich so gut ich konnte aus.

Je näher der Zeitpunkt des Auftritts rückte, desto nervöser wurden die Kinder der 1a. Und dann war es soweit: „Randi,Randi“ tönte es über den Schulhof und mit Begeisterung sangen die 28 Kinder ihr indisches Lied.

 

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Das Indienprojekt hat uns allen sehr viel Spaß gemacht, mein Dank gilt Frau Ritter und den Schülerinnen und Schülern der Klasse 1a, dass sie mit mir auf die Reise nach Indien gegangen sind und soviel Interesse für das Leben dort gezeigt haben.

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