| 10.Juni 2011 - Jubiläumsfeier im Haus der Kirche in Sinsheim |

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Dr.
P. Ranjan Babu und seine Frau Dr. Swarnalatha Devi hatten sich
anlässlich des 25. Vereins-Jubiläums auf die Reise nach Deutschland
gemacht. Mit dabei zur Unterstützung von Ranjan Babu, sein Begleiter
Dilip.
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| Vor der offiziellen Feier gab es Gelegenheit zu Begegnung und Gesprächen bei Kaffee, Chai und Kuchen. |
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| Mit 120 angemeldeten Gästen war der große Saal im Gemeindehaus gut gefüllt. |
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Nach
der Begrüßung der Gäste durch Dieter Eitel, sprachen der Hausherr Dekan
Scheffel und anschließend der Sinsheimer Oberbürgermeister Rolf Geinert ein
Grußwort. |
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Die Rede des Ehrengastes Dr. Ranjan P. Babu wurde von Lydia Faul übersetzt.
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| Die 1. Vorsitzende Steffi König hielt die Festrede.
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| Nach seinen Grußworten bat Dr. P. Ranjan Babu Herrn Oberbürgermeister Geinert die Jubiläumsgeschenke von CARDS an den Vorstand, „Gertrud Oma“ und Jochen Timmer zu übergeben. |
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Als Anerkennung für ihr Engagement für CARDS und für den Verein wurde Lydia Faul zum Ehrenmitglied ernannt.
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| Ria Paulus stellte die Mitglieder der Kulturgruppe vor, die nach der Einstimmung mit dem Regenbogentanz.
das bodytheatre „Education for Liberation“ - "Befreiung durch Bildung" aufführten. |
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Das Theaterstück zeigt die Situation wie sie in den Dörfern war, bevor CARDS durch ihre Programme Änderungen brachte.
Die
"gottgegebene-gewollte" strikte Trennung von so genannten Hochkastigen
und den "unberührbaren" Dalits wurde als "natürlich" einerseits von den
Hochkastigen benutzt und ausgenutzt, andererseits von den Dalits
unterwürfig und demütig hingenommen ohne irgendeine Hoffnung auf
Veränderung. |
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Der Landlord sitzt selbstzufrieden im Wissen seiner sicheren Stellung auf seinem Sessel.
Ein Landarbeiter, nach getaner Arbeit, um seinen hart verdienten Lohn zu
erhalten muss er seine Kopfbedeckung ablegen und seine Schuhe
ausziehen, er hat nicht das Recht so etwas zu tragen. Er kommt dem
Landlord zu nahe, der in scharf beschimpft und auf gebührendem Abstand
verweist, auch der Schatten des Dalits soll ihn nicht treffen. Seinen
Lohn, wenige Münzen, wirft er ihm verächtlich zu, auf keinen Fall will
er den Mann berühren. Unterwürfig sammelt der Dalit das Geld auf und
zieht sich rückwärts zurück, denn es ist ihm verboten einem Hochkastigen
den Rücken zuzuwenden.
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| Die
Frau, die die Hausarbeit für die Familie des Landlords erledigt, also
alles was im Haus und Hof inklusive der Versorgung der Tiere zu tun ist,
kommt zum Landlord ebenfalls um nach ihrem Lohn zu fragen. Auch sie
muss ihre Kleidung verändern, muss ihr Tuch abnehmen, es war Dalit
Frauen früher verboten eine Bluse oder ein Schultertuch zu tragen. Der
Landlord fragt:" Geld? Wozu brauchst du Geld?" " Für das Essen, für
meine Kinder." Landlord: " du brauchst kein Geld! Es ist Essen von
gestern übrig, nimm das!" Die Frau freut sich sogar darüber, sie könnte
vom kargen Lohn nur wenig Reis kaufen und hätte dazu noch die Arbeit des
Holz Sammelns und des Kochens vor sich. |
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Die
nächste Szene zeigt Wanderarbeiter in der Landwirtschaft. Es gibt nur
120 Tage im Jahr Arbeit in der Landwirtschaft, so sind viele Dalits
gezwungen auf der Suche nach Arbeit von Region zu Region zu wandern.
Hier sind sie bei der Feldarbeit.
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| Nach
beendeter Arbeit fragen sie nach ihrem Lohn. Der Landlord gibt ihnen ihr
Geld und schickt sie weg, es gäbe hier keine Arbeit mehr für sie. Die
Wanderarbeiter schnüren ihre Bündel und machen sich auf den Weg neue
Arbeit zu suchen.
Sie sind am Ende ihrer Kräfte, wir hören eine traurige Melodie, die
Kummer und sorgenvolle Stimmung untermalt. |
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| Sie sind müde und hungrig.
Sie sind hoffnungslos erschöpft, dem Hungertod nahe brechen sie zusammen
und liegen am Boden. Über ihnen schweben verheißungsvoll die Programme
der Regierung, die eine Besserung ihrer Verhältnisse versprechen. Sie
haben gehört, dass es solche Programme gibt. Die Regierung sagt, sie tut
etwas für die Armen, sie hören Versprechungen, dass jeder ein Stück
Land besitzen und bebauen kann, dass es Gelder gibt, mit denen Menschen
aus der Armut geholfen werden kann.. |
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| Doch
diese Programme erreichen diejenige nicht, für die sie eigentlich
erstellt sind, denn die landlosen Landarbeiter wissen oft nicht einmal,
dass sie gemeint sind und wenn doch, dann sind sie nicht in der Lage,
diese Hilfen für sich in Anspruch zu nehmen, denn sie haben niemals eine
Schule besucht, sie können weder lesen noch schreiben. Diese Programme
sind für sie scheinbar hoffnungslos unerreichbar, denn sie sind immer
nur auf der Suche nach Arbeit um auch den nächsten Tag wieder zu
überleben. |
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Inzwischen zählt ein Landlord zufrieden sein Geld. Er hat das Geld und
das Wissen, die Regierungsprogramme für sich auszunutzen. Er schnappt sich die Fördergelder und zieht den Beamten wie einen Esel hinter sich her. Die Landarbeiter bleiben auf der Stecke. |
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Eine
CARDS Mitarbeiterin sieht das Elend der Landarbeiter. Sie spricht mit
ihnen, gibt ihnen zu essen und hört sich ihre Sorgen und Nöte an. Sie
klärt sie darüber auf, dass sie ihnen helfen kann, ihre Situation zu
verbessern, dass sie gemeinsam es schaffen werden, sich selbst zu
helfen. Sie sagt, wie wichtig Bildung für die Menschen ist, erzählt von
der Arbeit von CARDS und dass die Hoffnung nun einen Platz bei ihnen
hat. Durch die Aufklärung durch die CARDS Mitarbeiterin sind die Dalits in der Lage, die Regierungsprogramme selbst zu nutzen. |
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| Gemeinsam
singen alle zum Abschluss ein Lied über Zusammenhalt, Bildung,
Menschenwürde und CARDS. Und sie schwenken dabei die indische, die
deutsche und die CARDS-Fahne. |
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| In
kleinen Szenen wurden dann deutsch-indische Verwicklungen und
Missverständnisse bei Besuchen aufs Korn genommen. Was soll man sich
denn nur unter einer „low marriage“ vorstellen? Ach so, „love marriage“. |
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Und überall geht's nach “Ausfahrt”. Das muss ja eine riesige Stadt sein,
bestimmt größer als Bombay. |
| Bei den schauspielerisch gelungenen Badezimmergeschichten blieb kein Auge trocken. |
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Bei den Tischsitten gibt es in Indien und in Deutschland so manches Fettnäpfchen.
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| Das
anschließende reichhaltige, leckere indische Buffet wurde von Frau
Shanta Bär und ihrer Mannschaft vom Pfälzer Hof in Schönau zubereitet. |
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Deutsch-indische Gespräche am Rande. |
| Eberhard
Mechels, Brigitte Krahe und Eckhard Horsch dankten den Mitgliedern des
Vorstands, Lydia Faul und Jochen Timmer mit einer Rose und kleinen Geschenken für ihr
Engagement.
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Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Tribal-Tanz, den Charlotte
und Laura Bengsch zeigten. Die beiden jungen, deutschen Frauen sind Mitglieder der Mosbacher Tribal Style Dance Gruppe „Bedauijat al
Farha“.
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| Auch
die indischen Gäste waren begeistert. Gemeinsam mit Pushpa und Sandhya,
die spontan auf die Bühne gekommen waren, beendeten sie zu viert den
Tanz. |
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Gemeinsam
wurde mit kräftiger Unterstützung durch den indischen Chor der
CARDS-Song „Randi“ und das „Bala Bata Lied“ gesungen – natürlich in
Telugu.
Beendet wurde der Abend mit „We shall overcome“.
„Es war eine würdevolle und wunderschöne Jubiläumsfeier“, hörten wir am Ende des Abends von allen Seiten und freuten uns über den gelungenen Höhepunkt der diesjährigen Besuchsreise.
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| 08. Juni 2011 - Burg Guttenberg
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Heute
machten wir uns auf den Weg zur Burg Guttenberg nach Neckarmühlbach, um
unseren langjährigen Unterstützer Bernolph Frhr. v.
Gemmingen-Guttenberg, den geschäftsführenden Administrator der
Cronstett’- und Hynspergischen evangelischen Stiftung zu besuchen. Er
hatte uns eine englische Führung durch das Burgmuseum versprochen und
das CARDS-Team war schon sehr gespannt darauf. |
| Auf
wunderbar sachkundige und humorvolle Weise erläuterte Herr von Gemmingen
die Geschichte seiner Burg, die um 1200 n. Chr. erbaut worden und seit
550 Jahren nun in der 17. Generation im Besitz der Familie von Gemmingen
ist. „Das Besondere an unserer Burg ist, dass sie in ihrer langen
Geschichte noch nie zerstört worden ist, das kommt nicht oft vor,“
erläuterte Herr von Gemmingen den interessierten Besuchern. |
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Beim
Rundgang durch das dreistöckige Museum zeigte uns Herr von Gemmingen
eine weitere Seltenheit, nämlich die Holzbibliothek, ein sehr altes
Herbarium, bei dem in jedem Buch eine andere Baumart mit Blättern,
Früchten und Holz beschrieben wird.
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Dies sind Beispiele der Holz-Bibliothek.
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In Schaukästen konnten geschichtliche Kampfszenen oder Belagerungen
der Burg bestaunt werden. Daneben gab es auch Einblicke in alte
Puppenstuben. |

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| Nach einem sehr interessanten Rundgang durch das alte Burggemäuer
stellten wir uns noch zu einem Abschlussfoto auf und das CARDS-Team
bedankte sich mit einem kleinen Präsent an die Familie von Gemmingen und
einem Abschlusslied, das im Burghof mit den hohen Burgmauern eine
ungeheure Akkustik entwickelte. |
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Am Fuße
der Burg besuchten wir dann noch das HolzLand Neckarmühlbach, einen
Holzfachmarkt, der ebenfalls der Familie von Gemmingen gehört. Dort
erkundeten wir das Angebot an Holzböden und vieles mehr und erklommen
zum Abschluss den großen Gabelstapler in der Lagerhalle. |
Wir
bedanken uns bei Herrn von Gemmingen, dass er sich Zeit für uns genommen
hat und dem Team von CARDS einen Einblick in die Geschichte der Burg
Guttenberg gegeben hat.
Herzlichen Dank oder wie es auf Telugu heißt: Wandanalu!
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07.Juni 2011 - Grafeneckschule
Am 7.
Juni 2011 wurden die Inder an der Grafeneckschule in Helmstadt
erwartet. In den Wochen vor dem Besuch wurden die Schüler auf
Info-Tafeln und im Unterricht über den Besuch informiert.
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Endlich
war es soweit! Die Inder waren angekommen. Die Schülerinnen und Schüler
saßen erwartungsvoll in der Aula. Nach der Begrüßung durch Klaus Klinger, dem Rektor der
Grafeneckschule führte Sabine Danner vom Verein durchs Programm.
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Mit dem Bala-Bata-Lied zur Begrüßung wurden die Schülerinnen und Schüler eingestimmt auf das folgende Programm.
Die Zuschauer sehen das Theaterstück "Bala-Bata und Menschenrecht"
Die
Schulglocke läutet, die Kinder versammeln sich in ihrer Bala-Bata. Wie jeden morgen sprechen sie gemeinsam:
Bala-Bata - die Hoffnung für Dalits
Bala-Bata - der Weg zum Aufstieg
Bala Bata - der einzige Weg, unser Weg
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| Dann
geht es weiter mit Morgengymnastik. Der D.O. (Bala-Bata-Lehrer) fragt
nach den Hausaufgaben, er erklärt, hilft nach und kontrolliert. Sie
singen gemeinsam, tanzen einen Stocktanz. Danach gehen die Kinder zu
ihrer regulären staatlichen Schule. Die Bala-Batas Schüler und die
hochkastigen Schüler kommen auf verschiedenen Wegen zur Schule, die
hochkastigen Kinder halten die Bala-Bata-Kinder auf Distanz. Die
Bala-Bata-Kinder setzen sich auf die vorderen Bänke, was die hochkastigen sofort
verbieten und sie nach ganz hinten schicken. |
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Als der
Lehrer kommt, auch ein Höherkastiger, flüstern die Kasten-Kinder ihm zu, dass die
Dalit-Kinder sich ungebührlich und unverschämt verhalten haben.
Daraufhin heißt der Lehrer die Bala-Bata-Kinder, unter dem Vorwand, am
nächsten Tag sei eine Inspektion angesagt, den Hof zu säubern, die
Toiletten zu reinigen usw., wie immer bei solchen Gelegenheiten. Die
Bala-Bata-Kinder stammen aus Scavanger-Familien (Latrinenreinigern).
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Doch
die Bala-Bata-Kinder sind über ihre Rechte informiert und sie wissen,
dass der Lehrer sie nicht so behandeln darf. Sie diskutieren über das
Verhalten des Lehrers, fragen sich warum immer sie putzen und fegen
müssen. Sie singen ein Lied, das sie in der Bala Bata gelernt haben, in
dem es genau über diese Menschenrechte geht und fragen sich, warum sie
zu einem Latrinenreiniger-Leben auf immer verdammt sein sollen. |
| Im
zweiten Lied singen sie vom Kampf gegen das Kastensystem" kämpfen gegen
das Kastensystem im Kopf und dem Alltag, kämpfen gegen Ungerechtigkeit
..."
Sie beschließen zur Schulaufsichtsbehörde zu gehen und ihre Situation zu schildern. Die
Schulrätin ist selbst eine Dalit. Sie hört die Kinder an und wundert
sich über deren Initiative. "Woher kommt ihr?" fragt sie "Ah! von einer
CARDS Bala-Bata!" |
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| Sie
kennt die Bildungsarbeit von CARDS. Sie bittet die Kinder, nichts von
ihrem Treffen zu erzählen, sie wird sich darum kümmern.
Am nächsten Tag kommt sie selbst zu staatlichen Schule der Kinder. Sie
befragt den Lehrer nach der Situation. Er streitet alles ab, woraufhin
sich selbst hinaus geht um sich ein Bild zu machen. Sie sieht die Kinder
arbeiten, die bestätigen, dass sie diese Arbeit immer tun müssen. Die Kasten-Kinder bestätigen ebenfalls, dass das immer so ist, für sie ist das
ja normal und richtig. Die
Schulrätin suspendiert den Lehrer vom Dienst. Die Dalits jedoch bitten
die Schulrätin den Lehrern nicht seine Arbeit zu nehmen, weil sie nicht
wollen, dass er in Armut fällt. Sie wollen, dass er bleiben kann, er
soll jedoch alle Schüler gleich gut behandeln. |
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Für beide Seiten, die Hochkastigen
wie die Dalits, soll ein Lernprozess stattfinden, keine Vergeltung,
sondern Erkenntnis auf allen Seiten, alle Seiten sollen in Frieden zusammenleben können.
Der
Lehrer ist überrascht, als die Schulrätin die Suspendierung zurück
nimmt, er ist auch dankbar und entschuldigt sich bei den
Bala-Bata-Kindern, er verspricht sich zu ändern und umarmt sie sogar.
Gemeinsam singen sie ein Lied über die beginnende Veränderung zum Guten.
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| Auch die nächsten beiden Szenen, in denen die Kulturgruppe zeigte, wie Bala-Bata-Kinder ihren Mitmenschen helfen, gaben den Schülerinnen und Schülern Anlass zum Nachdenken. |
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Hier schreibt Salmon seinen Namen in Telugu. |
| Sehr beliebt waren auch die Hennah-Tatoos. Bis zum Schluss war die Gruppe damit beschäftigt die Mädchen und auch die Jungen mit den Tatoos zu verschönen. |
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| Nach diesem anstrengenden, aber sehr erfolgreichen Programm gab es für die Inder und ihre Begleiter ein Mittagessen, das die Lehrerin Frau Mildenberger mit ihren Schülerinnen und Schülern zubereitet hatte. Vom Essen gibt es leider keine Fotos. Wahrscheinlich war die Fotografin zu hungrig, um dran zu denken. |
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01.06. - 04.06.2011 - Boxberg-Tage
Am Vormittag des 1. Juni besuchte die indische Gruppe und ihre Heidelberger Begleiter den ev. Kindergarten auf dem Boxberg. Vom Boxberg aus ging es dann nach Rohrbach in das St Paulusheim, ein Haus der Kinder-Jugend -und Familienhilfe. 18 Kinder und 6 junge Mütter (unter 18 Jahre) waren begeistert von unserem Besuch.
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Um 16
Uhr begann der Auftritt auf der Großen Bühne des Stiftstheaters des
Augustinums. Es wurde gesungen, getanzt und das Stück "Befreiung durch
Bildung" aufgeführt. Mit einer Rose und viel Beifall wurden unsere
Freunde verabschiedet.
Ein erfolgreicher Tag liegt hinter allen Beteiligten. Es war sehr schön, aber auch anstrengend.
An den folgenden Tagen war sightseeing angesagt, unterbrochen von einem sehr eindrucksvollen ökumenischen Gottesdienst in St. Paul auf dem Boxberg und der Besichtigung der RNZ Druckerei
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Lied im Gewölbe des Heidelberger Schlosses. |
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| Über dem Neckar |
und auf dem Neckar. |
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In der RNZ Druckerei mit Papierrollen. Eine Rolle enthält 20km Papier, ein Turm also 60km!!! |
| 31. Mai 2011 - Chorprobe des Gospelchors Sinsheim |
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Musik verbindet
Einen musikalischen Abend mit viel Bewegung erlebten unsere indischen Gäste bei dem Besuch einer Chorprobe des Gospelchors Sinsheim.
Wo sitzen die Gäste, gibt es etwas, wo sie mitsingen können, was erwarten sie – was erwarten die Chormitglieder? Die anfängliche Unsicherheit auf beiden Seiten fing der Chorleiter geschickt mit der Probenroutine auf: Erst mal ein paar Runden summend, brummend und atmend durch den Raum gehen. Da waren alle mit vollem Einsatz dabei und fühlten sich sofort willkommen. Auch das erste Lied konnte lautmalerisch gleich mitgesungen werden, da das afrikanische „Siyahamba“ den Indern sehr entgegenkam.
Dann wurde es jedoch ernst, der Chor musste ein neues Lied einstudieren. Die ausgeteilten Liedblätter wurden interessiert gemustert – stifteten auf Grund der vielen Noten und Zeichen aber einiges an Verwirrung. So lernte die Gruppe neben den lateinischen Worten nebenher auch noch wozu z.B. Wiederholungszeichen gut sind.
Nach einer kleinen Pause schmetterte dann die indische Gruppe drei Lieder aus dem Repertoire und beeindruckte den zahlenmäßig überlegenen Chor mit ihrer Stimmgewaltigkeit.
Mit „We shall overcome“ fand sich ein Lied, dass allen bekannt war und bei dem es auch keine Sprachbarrieren gab. Besondere Zungenbrecher hielt dann aber das deutsche Lied mit einigen Umlauten bereit. Auch, dass bei der Chorprobe mal nur die Männer singen oder nur ein Teil der Frauen war den Indern neu und so wurde der Bass tatkräftig von den Inderinnen unterstützt.
Viel gelernt, viel Spaß gehabt und auf der Heimfahrt und im Quartier der Inder hörte man später immer mal wieder noch die ein oder andere lateinische Liedzeile – was kann man mehr wollen?
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| Sonntag, 29. Mai 2011 in Helmstadt |
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Der Tag in Helmstadt begann mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Dieter Eitel begleitete die Inder und stellte sie der Gemeinde vor.
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Während des Gottesdienstes führte die indische Kulturgruppe ein Theaterstück auf:
Am Brunnen – Starke Mädchen durch Bildung. Bei der Verabschiedung der College-Studenten in die Ferien motiviert eine Lehrerin ihre Schüler, das gelernte theoretische Wissen praktisch in ihre Dörfer zu tragen und dort Sozialarbeit zu leisten.
Eine höherkastige Frau holt Wasser am Brunnen. Eine Dalit-Frau nähert sich ängstlich. Den ganzen Tag schon wartet sie auf eine
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Gelegenheit zum Wasser holen, doch immer wieder kommen ihr höherkastige Frau zuvor und sie muss sich wieder zurückziehen. Sie muss immer warten bis die höherkastige Frau fertig
sind, die unbedingten Vorrang haben, sie hat nicht das Recht Wasser zu
holen wann sie will, ganz gleich wie nötig sie es braucht. Die höherkastige sieht
sie, beginnt zu schimpfen und heißt sie ärgerlich ihren Krug
abzustellen und wieder auf Abstand zu gehen. Widerwillig und sehr darauf
bedacht nur ja nicht den Krug der Dalit-Frau zu berühren, gießt sie
Wasser hinein. Unterwürfig muss die Dalit-Frau sich dafür bedanken und
darf ihren vollen Krug mitnehmen. Ein Mann bewacht den Brunnen und geht
kurz weg. Eine Dalit-Frau nähert sich, sie braucht Wasser für ihre
Kinder. Sie schleicht sich an den Brunnen und holt Wasser. Der Wächter
erwischt sie und schlägt sie brutal. Sie geht in eine Kirche und sucht
Trost. Ihre Tochter, die bei CARDS aufs College geht, kommt dazu und
klärt sie über ihre Rechte auf. Sie nimmt sie bei der Hand und geht mit
ihr zur Polizei. Die Polizei will die Anzeige nicht aufnehmen, aber das
Mädchen besteht auf ihre verfassungsmäßigen Rechte. Dem Polizisten
bleibt nichts anderes übrig, als die Anzeige aufzunehmen. Er sucht den
Wächter auf und erklärt ihm die Situation. Der Wächter ist gezwungen
einen Kompromiss einzugehen und freien Zugang für alle zum Brunnen zu
gewähren.
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Zur Predigt
Beim Regenbogentanz stellen die Inder Symbole Indiens dar: Die Lotosblüte, den Schmetterling und den Pfau. Der Regenbogen steht für die Verbindung zwischen Himmel und Erde.
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| Während bei Familie Nitsche in der Küche das Essen bereitet
wird, nutzen die Besucher die Gelegenheit zum Gespräch. |
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Reis und die indischen Currys dampfen im Topf. Die Inder langen kräftig zu. Es schmeckt!
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Sonniges Wetter lädt zum Spaziergang und zu Gesprächen im Garten ein.
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| 26. Mai 2011 - Besuch in der GHWRS Aglasterhausen |
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Text der Schule aus dem Amtsblatt Aglasterhausen:
„Lautes Trommeln, singen, tanzen, und body-theatre – so sah am Donnerstag, 26. Mai der Schulvormittag für die Grund- und Hauptschüler der GHWRS Aglasterhausen aus. Doch nicht selbst tanzen, sondern zusehen war angesagt, denn zu Gast war eine Gruppe indischer Studenten aus Guntur/Indien.
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| In zwei
„Vorstellungen“ wurde den Kindern durch ein kleines Theaterstück das
Leben der Dalits (der sog. Unberührbaren) in Indien deutlich
veranschaulicht. |
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Schon
seit Jahren unterstützt die Schule durch Spenden den Verein
„Partnerschaft in der Einen Welt - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“ und die
Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich bei Projektwochen schon
öfter mit dem Thema Indien.
In der Woche vor dem Besuch konnte die Schule eine Ausstellung der
Karl-Kübel-Stiftung ausleihen. Mit Hilfe von sechs Schaukästen konnten
die Schüler eindrucksvoll sehen, hören, riechen und schmecken, wie der
Alltag eines Kindes in Indien aussieht. Noch ungeklärte Fragen, die
dabei aufgekommen waren, konnten dann im persönlichen Gespräch mit den
indischen Frauen und Männern geklärt werden, denn in Kleingruppen
besuchten die Männer und Frauen die Hauptschulklassen.
Im Anschluss an die Fragerunden durften die Inder in der Schulküche
ihr Mittagessen einnehmen. Danke sagen möchte die GHWRS Aglasterhausen
Frau Fürniß, die verantwortlich war für die Organisation des leiblichen
Wohls der Inder und Steffi König, sowie den Mitgliedern des Vereins, die
die Ausstellung und den Besuch der Inder erst ermöglichten und
begleiteten.“
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26. Mai 2011 - Besuch in den Werkstätten der Johannes Diakonie.
Die Gruppe bekam eine englische Führung durch die Werkstätten und besuchte danach die Wohngruppe "Odenwald“.
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Eine
Teilnehmerin der letzten Indienreise arbeitet als Gruppenleiterin in den
Werkstätten und hat uns die Abläufe sehr gut erklärt. Es werden
Innenausbauteile und Fremdstarter für Traktoren und Epiliergeräte
zusammen gebaut. Auch werden dort verschiedene Arten von Teelichtern
gemacht und unsere Inder haben sich in Fließbandarbeit geübt. |
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Die Inder waren begeistert und sind wie immer mit dem Thema Behindertenarbeit ganz unbefangen umgegangen.
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Begrüßung in Sinsheim-Dühren am 20. Mai 2011
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Nach aufregenden Vorbereitungswochen in Deutschland und in Indien ist nun unser Besuch gut angekommen. Beim Begrüßungstreffen im evangelischen Pfarrhaus in Dühren wurden erste Informationen ausgetauscht und der Verlauf der nächsten Tage abgesprochen.
Die
acht Inderinnen und Inder werden in den nächsten Wochen ein
umfangreiches Programm in Kindergärten, Kirchengemeinden, Schulen
absolvieren.
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Im Pfarrhaus in Dühren haben sie in dieser Zeit eine schöne, geräumige Unterkunft, in der sie ihre Auftritte vorbereiten, Erfahrungen besprechen und sich auch gut ausruhen können. Vielen Dank an Pfarrer Dietmar Coors und die evangelische Kirchengemeinde, die uns die Wohnung zur Verfügung gestellt hat!
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Erster Auftritt vor der Stadtkirche in Sinsheim.
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