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Am 06.06.2015 begrüßte Pfarrerin Walter die indische Gruppe sehr herzlich im Gottesdienst.

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Mit einem temperamentvollen Lied mit Trommelbegleitung und Schellenkränzen brachten sich die Inderinnen und Inder mit viel Schwung im Gottesdienst ein.

Lesung 1. Johannes, 4, 16b-21

"Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe völlig bei uns, daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.  Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns zuerst geliebt. So jemand spricht: "Ich liebe Gott", und haßt seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe."

Nach diesem Text war das folgende Straßentheaterstück besonders eindrücklich für die Gottesdienstbesucher. 

Als der hinduistische Schöpfergott Brahma die Menschen schuf, „entstanden“
aus seinem Kopf die Priester, die Brahmanen,
aus seinen Schultern die Krieger,
aus seinem Bauch die Händler und Kaufleute,
aus seinen Beinen die Bauern und Handwerker.
Von Anbeginn war damit die Ordnung des Kastensystems festgelegt.

15-06-06Gottesdienst7Ausgeschlossen aus diesem System und damit auch ausgeschlossen aus der menschlichen Gesellschaft waren die sogenannten „Unberührbaren“. Sie stammten nicht vom Gott Brahma ab und galten daher als wertlos und unrein. Sie wurden unterdrückt, mussten niedrige Arbeiten verrichten und hatten keine Rechte. Heute nennen sie sich Dalits, das heißt: unterdrückt, zertreten, geschlagen.

Früher musste ein Dalit durch Glöckchen an den Beinen und durch lautes Rufen die Kastenhindus vor sich warnen, damit sie ihm nicht zu nahe kommen und sich verunreinigten. Ein Dalit musste mit einem Besen seine Spuren verwischen. Er musste immer einen Spucknapf bei sich tragen, damit er mit seiner Spucke nicht die Straße verunreinigte.

15-06-06Gottesdienst8Father Hayer, ein christlicher Missionar, kam um 1847 nach Indien und war schockiert darüber, wie schlecht die Dalits behandelt wurden. Keiner der Kastenhindus konnte ihm einen Grund dafür nennen. Erst bei den Brahmanen erfuhr er, dass die Dalits für Sünden in ihrem vorherigen Leben büßen müssen. Deshalb wurden sie in diesem Leben als Dalits geboren. Es gibt für sie keinen Ausweg aus ihrer Lage. Sie müssen dieses schlechte Leben ertragen.

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Der Missionar akzeptierte diese Erklärung nicht. Er setzte sich ein für die Menschenrechte der Dalits. Er begann die Dalits zu bilden und lehrte sie lesen und schreiben.

 

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Das war der Beginn für weitreichende Veränderungen.

Noch immer gibt es Ungerechtigkeiten gegenüber den Dalits, aber durch die Arbeit von CARDS konnte schon viel erreicht werden.

In ihrer Predigt ging Pfarrerin Walter auch auf die Situation der Dalits in Indien ein. Predigttext war Lukas 16, 19-31 vom reichen Mann und vom armen Lazarus.

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Lebensfreude und die bunte Vielfalt Indiens strahlte der Regenbogentanz aus.

 

 

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 Am Ende des Gottesdienstes gab es noch eine Überraschung für die indischen Gäste. Seit vielen Jahren unterstützt der Epfenbacher 15-06-06Gottesdienst25Männerkreis die Projekte von CARDS. Herr Kuch hatte die Gelegenheit ergriffen, die Inder persönlich zu treffen und ihnen im Namen des Männerkreises einen Scheck über 200 € zu überreichen. Mary, die Leiterin der Gruppe und Steffi König, die Vorsitzende des Vereins bedankten sich herzlich im Namen von CARDS.

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Nach dem Gottesdienst kam es noch zu einem spontanen Trommelworkshop.

 

 

 

 

 

 

 

 

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