Im November 2012 wurden 22 Häuser für hochwassergeschädigte Yanadi fertig gestellt. Mit 1.500 € hat unser Verein die staatlichen Zuschüsse ergänzt. Damit können die noch anstehenden Arbeiten an den Häusern erledigt werden.


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Das Dorf “Edupalli” liegt 6 km entfernt vom Meer. Es leben dort 280 Familien, darunter 22 Familien der „Yanadi Tribes“. Die Yanadi, ehemals ein Nomadenstamm, sind seit 50 Jahren in dem Dorf ansässig.

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Als Menschen, die keiner Hindu-Kaste angehören, leben sie außerhalb der Dorfgemeinschaft am Rande des Dorfes, etwa 1 km entfernt. Gleich dahinter grenzen die Reisfelder an.

Auf den Feldern arbeiten die Yanadi als Rattenfänger. Sie jagen die Ratten, die die Felder zerstören würden mit einer speziellen Falle aus Holz und Blättern. Für ihre Arbeit  werden sie jährlich in Naturalien bezahlt. Wenn ein Hektar Acker von Ratten freigehalten wird, bekommt die Familie 20 kg Reis. Eine Familie kann sich um 50 bis 30 Hektar Land kümmern.

Neben der Landwirtschaft ist der Fischfang die Haupteinnahmequelle für das Dorf. Die meisten Yanadi sind Fischer. Die ganze Familie geht zusammen zum Fischen in den naheliegenden Kanälen und Flüssen. Die Nähe zu den Gewässern ist auch der Grund dafür, dass die Dörfer häufig von Hochwasser betroffen sind.

Um den geschädigten Familien zu helfen, hat die indische Regierung ein Hausbauprogramm gestartet. Wer sein Haus durch eine Flutkatastrophe verloren hatte, konnte einen Zuschuss für den Bau eines neuen Hauses bekommen.

 

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Um diese Gelder von der Regierung erhalten zu können, benötigten die Yanadi jedoch Besitzurkunden mit dem Namen des Anspruchsberechtigten. In vielen Dörfern, so auch in Edupalli, werden sie aber nicht als Einwohner angesehen. Sie tauchen auch nicht in den Einwohnerverzeichnissen auf und werden von der Bevölkerung und der Regierung ignoriert.
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Daher wandte sich CARDS an das Finanzministerium, um den Yanadi die Landrechte zu verschaffen. Es gelang den Mitarbeitern von CARDS Dokumente zu besorgen, die bestätigten, dass ihnen das Land gehört auf dem Sie wohnen. Noch im Jahr 2008 erhielt die Gemeinde die Besitzurkunden und so konnten Gelder bei der Regierung beantragt werden.

Die staatlichen Zuschüsse wurden genehmigt und CARDS unterstützte die 22 Familien beim Häuserbau.

Für den Hausbau genehmigte die Regierung 50.000 Rupien. Wegen der steigenden Preise für Eisen, Metall und Mauermörtel, haben sich die Kosten seit den Tsunami 2004 und der Flut 2008 fast verdoppelt. Die Bauarbeiten wurden im September 2011 abgeschlossen. Im November 2011 wurden die Häuser eingeweiht.CARDS betreut die Gemeinden der Yanadis seit 1980 auch in anderen Dörfern.

In vielen Regionen ist es gelungen, ihre Namen in die Einwohnerlisten einzutragen, um ihre Rechte zu sichern.

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In drei Dörfern hat CARDS bewirkt, dass Straßen, Häuser und Schulen gebaut und eine Stromversorgung gesichert wurde. Auch nach dem Tsunami hatte CARDS schon geholfen.
 dscf1223 Ursprünglich leben die Yanadi in runden Lehmhütten, die weder Türen noch Fenster haben, lediglich einen offenen Eingang. Was für uns idyllisch anmutet, ist für die Bewohner solcher Hütten weit weniger reizvoll. Im Dach aus Palmblättern nistet Ungeziefer und jeder Monsunregen hinterlässt Schäden. Besonders schlimm ist es bei den regelmäßig wiederkehrenden Überschwemmungen, von denen sie jedesmal stark betroffen sind, weil ihre Hütten sehr nahe an Nebengewässern und Bewässerungsgräben liegen.

Bereits durch den Tsunami 2004 wurde das Dorf heimgesucht und nach einer besonders schweren Überschwemmung 2008 hat uns CARDS wieder um Unterstützung gebeten.

Der Vorstand des Vereins kam der Bitte gern nach. Steffi König, die Vorsitzende des Vereins meint dazu: „Für uns ist es wichtig zu sehen, dass auch der indische Staat einen Beitrag leistet, um die Armut zu bekämpfen. CARDS erwirkt staatliche Zuschüsse auch bei anderen Projekten. Wenn wir durch unsere Spenden dazu beitragen können, dass die Voraussetzungen erreicht werden, um staatliche Fördermittel zu bekommen oder dass wir diese ergänzen können, dann lohnt sich das auf jeden Fall für alle Beteiligten. Zumal CARDS nicht nur kurzfristige Hilfe leistet, sondern Strukturen für langfristige Veränderungen schafft – echte Hilfe zur Selbsthilfe.“

Um die Yanadi zu stärken, wurden sie in die CARDS-Programme einbezogen. Eltern und Schüler wurden in verschiedenen Bereichen geschult, um die Entwicklung der Gemeinde voranzutreiben. Die Eltern wurden ermutigt, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Bisher besuchten lediglich 2% der Kinder eine Schule. Häufig wurden sie dort von anderen Schülern wegen ihrer Rückständigkeit gehänselt. CARDS eröffnete eine Bala Bata Schule. So erhielten die SchülerInnen mehr Sicherheit. Die öffentliche Grundschule wurde dadurch unterstützt, dass die Kinder ihre Hausaufgaben machten und im Unterricht besser mitkamen. Durch alle diese Maßnahmen, wurde auch das Selbstvertrauen dieser Menschen gestärkt.

 Im Januar 2012 konnten unsere Mitglieder Xaver Huber und Ele Guggenberger bei ihrer Reise zu den Projekten von CARDS auch das Dorf der Yanadi besuchen. Sie konnten sich ein Bild davon machen, wie sich die Lebensumstände der Gemeinde verbessert haben. In ihren festen Häusern sind sie jetzt besser geschützt vor Regen, Flut und den Naturgewalten, als in den ursprünglichen Lehmhütten. Die stolzen Hausbesitzern erhielten Schecks, damit sie Türen für die Häuser kaufen können.  p1190914

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