Kinder - Schulen
Kinder - Schulen - Kinderarbeit
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Child is an instrument of social change Kinder sind der Schlüssel zum sozialen Wandel |
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CRAC - Child Rights Advocacy Center |
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In einer durchschnittlichen Dalit-Familie leben Heute 3 Generationen |
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Großeltern
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Eltern
Kinder
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Auf die Generation dieser Kinder, Die Überwindung der Armut durch Schulbildung und Berufsausbildung für die Kinder der Dalits und Adivasi ist das Ziel von CARDS.
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"Fürchtet euch nicht vor schlechten Bedingungen - die Hauptsache ist, dass die Kinder lernen wollen!“ P. R. Babu
Die Aussicht, überhaupt eine Schule besuchen und auch abschließen zu können ist gering für die Dalit- und Tribal-Kinder in den abgelegenen Dörfern, in den Slums der Großstädte oder in den Kalksteinbrüchen. |
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In den staatlichen Schulen werden Dalit-Kinder, vor allem die Mädchen benachteiligt. Die Zahl der Schulabbrecher ist groß. Die Ausstattung der Schulen ist schlecht. Es mangelt an Räumen und Unterrichtsmaterial. Weitaus wichtiger jedoch ist der Glaube der Eltern, dass der Schulbesuch der Kinder tatsächlich zu einer Verbesserung der eigenen Situation und der Zukunftsaussichten führen kann. |
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In den vergangenen 30 Jahren hat CARDS mit seinen „Cultural Teams“ kontinuierlich daran gearbeitet, konkrete Hoffnungen zu wecken, dass Veränderungen möglich sind. Durch Lieder, Tänze, Trommeln und body theatre wurde das Verständnis der Dalits für ihre ungerechte und menschenunwürdige Behandlung durch das Kastensystem geweckt und ihr Selbstbewusstsein gestärkt. |
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Vor allem Frauen und Mütter tragen dazu bei, dass sich etwas ändert und nutzen die Chance, die CARDS ihnen bietet. BALA BATA SCHULEN - Nachhilfeschulen für Dalit-Kinder Es gibt inzwischen über 4.000 Bala-Bata-Schulen, die zum größten Teil durch die Betty Huber Stiftung unterstützt werden. Ausführliche Infos gibt es unter: www.bala-bata.de Dalit-Kinder haben es schwer in den staatlichen Schulen. Vielfach werden sie noch diskriminiert, müssen ganz hinten auf dem Fußboden oder sogar außerhalb des Klassenzimmers sitzen. Sie werden von den Klassenkameraden aus den höheren Kasten gemieden und müssen für die Kinder des Landlords ihrer Eltern Dienste leisten, wie z.B. die Schulsachen tragen oder das Essgeschirr reinigen. Bei den Hausaufgaben haben sie wenig Hilfe, denn die Eltern sind meist Analphabeten. Ihre Schulleistungen sind daher oft schlecht. |
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Die Bala Bata Schulen leisten hier einen wichtigen Ausgleich. Vor Beginn der staatlichen Schule und nach Schulende besuchen die Dalit-Kinder die Bala Bata Schulen. Dort bekommen die Kinder Hilfe bei den Hausaufgaben, Defizite können ausgeglichen werden. Die Kinder werden ernst genommen, die meist jungen Bala-Bata-Lehrerinnen und Lehrer gehen respektvoll mit den Schülern um. |
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Mit großem Engagement und mit der Überzeugung Zukunftsarbeit zu leisten, gehen sie an ihre Arbeit. In den Bala Bata Schulen wird den Kindern nicht nur Schulwissen vermittelt, sondern sie lernen auch Stocktänze und Lieder. Sie lernen etwas über Hygiene und Sauberkeit und werden angehalten mit ihren Müttern zusammen Küchengärten anzulegen. In jeder Bala-Bata-Schule werden 20 - 40 Kinder betreut. |
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Bala-Bata-Schulen
Die meisten Bala-Bata-Schulen werden von Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse als „Lehrer" betreut. Diese jungen Dalits sind sehr motiviert und engagiert. Sie haben nicht nur die Aufgabe, die Kinder bei den Hausaufgaben zu unterstützen, ihnen Lieder und Tänze beizubringen, sondern beziehen auch die Eltern mit ein. So tragen die Bala Batas nicht nur zur Schulbildung der Kinder bei, sondern fördern auch die Dorfentwicklung. Die Bala-Bata-Lehrer, werden daher zu Recht als Development Organizer (DOs) bezeichnet. Ziel der DOs ist es, „ihre“ Bala-Bata-Kinder so zu fördern, dass sie in den staatlichen Schulen gute Leistungen bringen und möglichst die Aufnahmeprüfung in ein staatliches Internat bestehen. In diesen sogenannten „residential schools“ bekommen die Kinder ein staatliches Stipendium. Unterricht, Unterbringung, Verpflegung und Kleidung sind kostenlos. In 22 Regionen mit 218 staatlichen Grundschulen waren 2.895 Kinder in der 5. Klasse. Von diesen haben 718 die Prüfung bestanden und einen Internatsplatz erhalten. 36% der Bala-Bata-Kinder und 7% der übrigen Kinder haben die Prüfung bestanden. Dabei waren sehr viele Adivasi-Kinder, die ihre Plätze mit Hilfe eines Sonderprogramms erhalten. Ohne die Adivasi-Region Godavari haben ca. 21% der Bala-Bata-Kinder und ca. 5,3% der übrigen Kinder die Prüfung bestanden. Das waren 294 von 1.383 Bala-Bata-Kindern und 58 von 1.099 der übrigen Kinder. Aus diesen Vergleichen kann man nicht unbedingt schließen, dass der Unterschied ausschließlich auf dem „Bala-Bata-Effekt" beruht. So kann schon die Auswahl der Kinder in den Familien, die einen Besuch der Bala-Bata-Schule ermöglichen, eine Rolle spielen. Besser wäre es, einen Vergleich zu ziehen mit einer Gegend, in der es gar keine Bala-Batas gibt. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass mit Hilfe der Bala-Bata-Schulen etwa dreimal so viele Kinder wie bisher einen Platz in einem staatlichen Internat erhalten. Die finanzielle Entlastung erhöht die Chancen, dass der Schulbesuch erfolgreich beendet wird. DOs, Bala-Bata-Kinder und Eltern haben gemeinsam dazu beigetragen, dass aus den Bala-Bata-Schulen in Andhra Pradesh eine landesweite Bewegung geworden ist, die inzwischen auch auf andere Bundesländer übergreift. Im Dezember 2006 wurde bei einer Feier durch Sri. Rameshwar Thakur, den Governor (Regierungspräsident) von Andhra Pradesh das nationale Bala-Bata-Programm eröffnet, d.h. das Bala-Bata-Konzept wird auch in anderen indischen Bundesstaaten eingeführt, zunächst in Maharashtra, Karnataka, Orissa und Jharkhand mit je 20 Bala-Bata-Schulen. CARDS arbeitet dabei mit örtlichen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) zusammen, die die jeweilige Landessprache beherrschen. Die Organisation der Bala-Bata-Schulen erfordert ein hohes Maß an Organisation, denn die DOs müssen auf ihre nicht einfache Aufgabe vorbereitet und auch in entlegenen Dörfern betreut werden. Die Betreuung der DOs wird durch 13 Distrikt-Leiter (DCOs) und 31 Regional-Leiter (RCOs) gewährleistet. Bei monatlichen Treffen besprechen die DCOs und RCOs Probleme und neue Ideen. 3x im Monat am Samstag finden Trainingscamps für die DOs statt, die von 3 DCOs organisiert werden, die auch in den 11 Distrikten zu den Internats-Schulen zu reisen und kulturelle Aktivitäten und Training für die dortigen Schüler zu veranstalten. Die D.O.s haben nach bestandener 10. Klasse die Möglichkeit, ein CARDS Vocational College zu besuchen. Die Finanzierung der 1.000 Bala-Bata-Schulen ist derzeit durch Spenden der Betty Huber Stiftung gesichert. In vielen weiteren Dörfern warten jedoch schon Jungen und Mädchen darauf, dass auch bei ihnen eine Bala-Bata-Schule gegründet wird. Daher werden weitere Unterstützer für die Bala-Bata-Schulen gesucht. 85 € im Jahr sichern den Unterhalt einer Bala-Bata-Schule: Honorar für Lehrer, Lehrer-Training, Betreuung durch CARDS, Unterrichtsmaterial, Prüfungsvorbereitung. Mit 85 € kann die Schulausbildung von 40 Kindern ermöglicht werden. Für 20€ kann eine Grundausstattung an Unterrichtsmaterial angeschafft werden. 40 € decken zusätzlich die Trainingskosten der Lehrer.Die Bala-Bata-Bewegung zieht immer weitere Kreise. Dazu trägt auch der Bala-Bata-Newsletter bei, der einmal monatlich an die DOs verteilt wird, die schon mit Spannung darauf warten. Sie bekommen darin neue Anregungen für ihren Unterricht. Die Beiträge im Newsletter werden vorgelesen und besprochen. Auch gesellschaftliche und geschichtlich relevante Themen werden aufgegriffen. So gibt es beispielsweise eine Fortsetzungsreihe zu Dr. B.R. Ambedkar. Den Leitartikel schreibt Ranjan Babu, der den Newsletter betreut und herausgibt. |
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Für die DOs und SchülerInnen ist der Bala-Bata-Newsletter ein Forum, in dem auch sie selbst zu Wort kommen, auch Eltern haben die Möglichkeit ihre Meinung zu äußern. Die jungen Dalits werden dadurch angeregt, sich Gedanken über ihre eigene Situation zu machen, werden in die Diskussion eingebunden und dazu angeregt, Verantwortung zu übernehmen. Hier ein kleiner Auszug aus dem Bala-Bata-Newsletter vom Januar 2007 |
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Primary School Klasse 1-5 High School Klasse 6-10 Junior College Klasse 11-12 Degrees / Abschlüsse: Bachelor of Arts and commerce Master of Arts Es gibt 2 Arten von High School: die "normale" High School die privilegierte „Residential School“ Für letztere gibt es folgende Aufnahmevoraussetzungen, die alle erfüllt sein müssen:
Die „Residential Schools“ werden für Kinder von Dalits und Tribals vom Staat gefördert und betrieben. Die Kinder erhalten kostenlos Unterricht, Unterbringung und Verpflegung im Internat, zwei Paar Schuluniformen und Toilettenartikel. Wird ein Kind in diese Schule aufgenommen, ist der weitere Lebenslauf vorgezeichnet und die Eltern müssen sich keine Existenzsorgen mehr machen. Solange die Schüler bzw. Studenten die Prüfungen bestehen, können sie die gesamte Laufbahn bis zum höchsten Degree durchlaufen. Schüler, die die Aufnahmeprüfung nicht schaffen, können die normale örtliche High School besuchen, die ebenfalls kostenlos ist, wo aber z.B. Schuluniformen selbst gezahlt werden müssen. Vor einem halben Jahr wurde von CARDS ein Ausbildungsfonds begonnen. Die Eltern zahlen 10 Rupien pro Kind im Monat an CARDS. Das Geld wird nach dem 5. Schuljahr an die Eltern zurückgezahlt und wird hauptsächlich zum Kauf der Schuluniform verwendet. Auswahl der Kinder für die „Residential School“Während des 5. Schuljahrs findet in größerem Abstand zweimal ein zweitägiges Training mit Prüfung statt. Danach gibt es jeweils im März ein zehntägiges Training und am Schluss eine staatl. Prüfung. Das Training erfolgt mit Lehrern von CARDS, das letzte Training mit staatl. Lehrern. CARDS arbeitet gut mit den staatl. Lehrern zusammen, die Interessen sind die gleichen. Im 4. Quartal 2002 wurden nach der ersten Prüfung 683 Kinder für die Zulassung zur „Residential School“ ausgewählt. Babu erwartet, dass sich diese Zahl bis zur Schlussprüfung auf ca. 300 reduziert und von diesen ca. 150-200 die Aufnahmeprüfung schaffen. fxh/14.02.03
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