Jubiläumsfest - 25 Jahre Partnerschaft

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Mehr als 120 Gäste waren der Einladung zu unserem Jubiläumsfest am 10. Juni 2011 gefolgt.

Gemeinsam feierten wir 25 Jahre Partnerschaft mit CARDS.

 


Berichte vom Besuch

20. Mai 2011 - Begrüßung in Sinsheim-Dühren
26. Mai 2011 - Besuch in der Johannes Diakonie Mosbach
29. Mai 2011
- Helmstadt

31. Mai 2011 - Chorprobe des Gospelchors Sinsheim
01.06. - 04.06.2011 -  Heidelberg-Boxberg
07. Juni 2011 -  Grafeneckschule
08. Juni 2011 - Burg Guttenberg
09. Juni 2011 - Kraichgau Realschule Sinsheim

 

10. Juni 2011 -  Jubiläumsfeier im Haus der Kirche in Sinsheim

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Dr. P. Ranjan Babu und seine Frau Dr. Swarnalatha Devi hatten sich anlässlich des 25. Vereins-Jubiläums auf die Reise  nach Deutschland gemacht. Mit dabei zur Unterstützung von Ranjan Babu, sein Begleiter Dilip.

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Vor der offiziellen Feier gab es Gelegenheit zu Begegnung und Gesprächen bei Kaffee, Chai und Kuchen.

 

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Mit 120 angemeldeten Gästen war der große Saal im Gemeindehaus gut gefüllt.

 

 

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Nach der Begrüßung der Gäste durch Dieter Eitel, sprachen der Hausherr Dekan Scheffel und anschließend der Sinsheimer Oberbürgermeister Rolf Geinert ein Grußwort.

 

 

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Die Rede des Ehrengastes Dr. Ranjan P. Babu wurde von Lydia Faul übersetzt.

 

 

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Die 1. Vorsitzende Steffi König hielt die Festrede.

 

 

 

 

 

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Nach seinen Grußworten bat Dr. P. Ranjan Babu Herrn Oberbürgermeister Geinert die Jubiläumsgeschenke von CARDS an den Vorstand, „Gertrud Oma“ und Jochen Timmer zu übergeben.

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Als Anerkennung für ihr Engagement für CARDS und für den Verein wurde Lydia Faul zum Ehrenmitglied ernannt. 

 

 

 

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Ria Paulus stellte die Mitglieder der Kulturgruppe vor, die nach der Einstimmung mit dem Regenbogentanz. das bodytheatre „Education for Liberation“ - "Befreiung durch Bildung" aufführten.

Das Theaterstück zeigt die Situation wie sie in den Dörfern war, bevor CARDS durch ihre Programme Änderungen brachte.

Die "gottgegebene-gewollte" strikte Trennung von so genannten Hochkastigen und den "unberührbaren" Dalits wurde als "natürlich" einerseits von den Hochkastigen benutzt und ausgenutzt, andererseits von den Dalits unterwürfig und demütig hingenommen ohne irgendeine Hoffnung auf Veränderung.

Sample ImageDer Landlord sitzt selbstzufrieden im Wissen seiner sicheren Stellung auf seinem Sessel.   Ein Landarbeiter, nach getaner Arbeit, um seinen hart verdienten Lohn zu erhalten muss er seine Kopfbedeckung ablegen und seine Schuhe ausziehen, er hat nicht das Recht so etwas zu tragen. Er kommt dem Landlord zu nahe, der in scharf beschimpft und auf gebührendem Abstand verweist, auch der Schatten des Dalits soll ihn nicht treffen. Seinen Lohn, wenige Münzen, wirft er ihm verächtlich zu, auf keinen Fall will er den Mann berühren. Unterwürfig sammelt der Dalit das Geld auf und zieht sich rückwärts zurück, denn es ist ihm verboten einem Hochkastigen den Rücken zuzuwenden.

Sample ImageDie Frau, die die Hausarbeit für die Familie des Landlords erledigt, also alles was im Haus und Hof inklusive der Versorgung der Tiere zu tun ist, kommt zum Landlord ebenfalls um nach ihrem Lohn zu fragen. Auch sie muss ihre Kleidung verändern, muss ihr Tuch abnehmen, es war Dalit Frauen früher verboten eine Bluse oder ein Schultertuch zu tragen. Der Landlord fragt:" Geld? Wozu brauchst du Geld?" " Für das Essen, für meine Kinder." Landlord: " du brauchst kein Geld! Es ist Essen von gestern übrig, nimm das!" Die Frau freut sich sogar darüber, sie könnte vom kargen Lohn nur wenig Reis kaufen und hätte dazu noch die Arbeit des Holz Sammelns und des Kochens vor sich.

Sample ImageDie nächste Szene zeigt Wanderarbeiter in der Landwirtschaft. Es gibt nur 120 Tage im Jahr Arbeit in der Landwirtschaft, so sind viele Dalits gezwungen auf der Suche nach Arbeit von Region zu Region zu wandern. Hier sind sie bei der Feldarbeit.

 

 

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Nach beendeter Arbeit fragen sie nach ihrem Lohn. Der Landlord gibt ihnen ihr Geld und schickt sie weg, es gäbe hier keine Arbeit mehr für sie. Die Wanderarbeiter schnüren ihre Bündel und machen sich auf den Weg neue Arbeit zu suchen. Sie sind am Ende ihrer Kräfte, wir hören eine traurige Melodie, die Kummer und sorgenvolle Stimmung untermalt.

Sie sind müde und hungrig. Sie sind hoffnungslos erschöpft, dem Hungertod nahe brechen sie zusammen und liegen am Boden. Über ihnen schweben verheißungsvoll die Programme der Regierung, die eine Besserung ihrer Verhältnisse versprechen. Sie haben gehört, dass es solche Programme gibt. Die Regierung sagt, sie tut etwas für die Armen, sie hören Versprechungen, dass jeder ein Stück Land besitzen und bebauen kann, dass es Gelder gibt, mit denen Menschen aus der Armut geholfen werden kann.

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Doch diese Programme erreichen diejenige nicht, für die sie eigentlich erstellt sind, denn die landlosen Landarbeiter wissen oft nicht einmal, dass sie gemeint sind und wenn doch, dann sind sie nicht in der Lage, diese Hilfen für sich in Anspruch zu nehmen, denn sie haben niemals eine Schule besucht, sie können weder lesen noch schreiben. Diese Programme sind für sie scheinbar hoffnungslos unerreichbar, denn sie sind immer nur auf der Suche nach Arbeit um auch den nächsten Tag wieder zu überleben.

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Inzwischen zählt ein Landlord zufrieden sein Geld. Er hat das Geld und das Wissen, die Regierungsprogramme für sich auszunutzen. Er schnappt sich die Fördergelder und zieht den Beamten wie einen Esel hinter sich her. Die Landarbeiter bleiben auf der Stecke.

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Sample ImageEine CARDS Mitarbeiterin sieht das Elend der Landarbeiter. Sie spricht mit ihnen, gibt ihnen zu essen und hört sich ihre Sorgen und Nöte an. Sie klärt sie darüber auf, dass sie ihnen helfen kann, ihre Situation zu verbessern, dass sie gemeinsam es schaffen werden, sich selbst zu helfen. Sie sagt, wie wichtig Bildung für die Menschen ist, erzählt von der Arbeit von CARDS und dass die Hoffnung nun einen Platz bei ihnen hat. Durch die Aufklärung durch die CARDS Mitarbeiterin sind die Dalits in der Lage, die Regierungsprogramme selbst zu nutzen.

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 Gemeinsam singen alle zum Abschluss ein Lied über Zusammenhalt, Bildung, Menschenwürde und CARDS. Und sie schwenken dabei die indische, die deutsche und die CARDS-Fahne.

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In kleinen Szenen wurden dann deutsch-indische Verwicklungen und Missverständnisse bei Besuchen aufs Korn genommen. Was soll man sich denn nur unter einer „low marriage“ vorstellen? Ach so, „love marriage“.

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Und überall geht's nach “Ausfahrt”. Das muss ja eine riesige Stadt sein, bestimmt größer als Bombay.

 

 


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Bei den schauspielerisch gelungenen Badezimmergeschichten blieb kein Auge trocken.

 

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Auch bei den Tischsitten gibt es sowohl in Indien als auch in Deutschland so manches Fettnäpfchen.

 


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Das anschließende reichhaltige, leckere indische Buffet wurde von Frau Shanta Bär und ihrer Mannschaft vom Pfälzer Hof in Schönau zubereitet.

 

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Deutsch-indische Gespräche am Rande.

 

 

 

 

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Eberhard Mechels, Brigitte Krahe und Eckhard Horsch dankten den Mitgliedern des Vorstands, Lydia Faul und Jochen Timmer mit einer Rose und kleinen Geschenken für ihr Engagement.

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Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Tribal-Tanz, den Charlotte und Laura Bengsch zeigten. Die beiden jungen, deutschen  Frauen sind Mitglieder der Mosbacher Tribal Style Dance Gruppe „Bedauijat al Farha“.

 


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Auch die indischen Gäste waren begeistert. Gemeinsam mit Pushpa und Sandhya, die spontan auf die Bühne gekommen waren, beendeten sie zu viert den Tanz.

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Gemeinsam wurde mit kräftiger Unterstützung durch den indischen Chor der CARDS-Song „Randi“ und das „Bala Bata Lied“ gesungen – natürlich in Telugu. Beendet wurde der Abend mit „We shall overcome“.„Es war eine würdevolle und wunderschöne Jubiläumsfeier“, hörten wir am Ende des Abends von allen Seiten und freuten uns über den gelungenen Höhepunkt der diesjährigen Besuchsreise.

 

9. Juni 2011 - Kraichgau Realschule Sinsheim (KRS)

Sample ImageSeit über 10 Jahren unterstützen Schülerinnen und Schüler der KRS mit ihren Lehrerinnen Claudia Kollar und Elisabeth Drescher die Projekte von CARDS. Daher war es Ria Paulus und Margit Nitsche eine besondere Freude der Schule mit der CARDS-Gruppe einen Besuch abzustatten. 

 

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Fasziniert von den Trommelklängen und Liedern schauten die SchülerInnen zu.

 

 

 

Mit den Theaterstücken "Befreiung durch Bildung" und „Bala-Bata und Menschenrecht“ zeigten die Inder ungerechte Gesellschaftsstrukturen auf.  Durch Aufklärung und Bildungsangebote arbeitet CARDS dem entgegen und zeigt den Menschen einen Weg aus Armut und Ungerechtigkeit.

Sample ImageMit ihren Liedern und Tänzen stärkt CARDS das Selbstvertrauen der Dalits. Besonders die Stocktänze symbolisieren Wehrhaftigkeit und dass man sich für seine Rechte einsetzen muss. Die Stöcke kommen allerdings nur bei den Tänzen zum Einsatz, denn CARDS setzt auf Veränderungen, die auf friedlichem Weg erreicht werden.

 

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Zum Abschluss stellten die SchülerInnen noch ihre Fragen an die indische Gruppe. Eine Schülerin konnte sich sogar mit Pushpa in einer indischen Sprache unterhalten.

 

 

08. Juni 2011 - Burg Guttenberg

Sample ImageHeute machten wir uns auf den Weg zur Burg Guttenberg nach Neckarmühlbach, um unseren langjährigen Unterstützer Bernolph Frhr. v. Gemmingen-Guttenberg, den geschäftsführenden Administrator der Cronstett’- und Hynspergischen evangelischen Stiftung zu besuchen. Er hatte uns eine englische Führung durch das Burgmuseum versprochen und das CARDS-Team war schon sehr gespannt darauf.

 

 

Sample ImageAuf wunderbar sachkundige und humorvolle Weise erläuterte Herr von Gemmingen die Geschichte seiner Burg, die um 1200 n. Chr. erbaut worden und seit 550 Jahren nun in der 17. Generation im Besitz der Familie von Gemmingen ist. „Das Besondere an unserer Burg ist, dass sie in ihrer langen Geschichte noch nie zerstört worden ist, das kommt nicht oft vor,“ erläuterte Herr von Gemmingen den interessierten Besuchern.

Sample ImageBeim Rundgang durch das dreistöckige Museum zeigte uns Herr von Gemmingen eine weitere Seltenheit, nämlich die Holzbibliothek, ein sehr altes Herbarium, bei dem in jedem Buch eine andere Baumart mit Blättern, Früchten und Holz beschrieben wird.

 

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Dies sind Beispiele der Holz-Bibliothek.

 

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In Schaukästen konnten geschichtliche Kampfszenen oder Belagerungen der Burg bestaunt werden. Daneben gab es auch Einblicke in alte Puppenstuben.

 

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Nach einem sehr interessanten Rundgang durch das alte Burggemäuer stellten wir uns noch zu einem Abschlussfoto auf und das CARDS-Team bedankte sich mit einem kleinen Präsent an die Familie von Gemmingen und einem Abschlusslied, das im Burghof mit den hohen Burgmauern eine ungeheure Akkustik entwickelte.

 

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Am Fuße der Burg besuchten wir dann noch das HolzLand Neckarmühlbach, einen Holzfachmarkt, der ebenfalls der Familie von Gemmingen gehört. Dort erkundeten wir das Angebot an Holzböden und vieles mehr und erklommen zum Abschluss den großen Gabelstapler in der Lagerhalle.

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Wir bedanken uns bei Herrn von Gemmingen, dass er sich Zeit für uns genommen hat und dem Team von CARDS einen Einblick in die Geschichte der Burg Guttenberg gegeben hat.

Herzlichen Dank oder wie es auf Telugu heißt: Wandanalu!

 

 

 

 

07.Juni 2011 -  Grafeneckschule

Sample ImageAm 7. Juni 2011 wurden die Inder an der Grafeneckschule in Helmstadt erwartet. In den Wochen vor dem Besuch wurden die Schüler auf Info-Tafeln und im Unterricht über den Besuch informiert.

 

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Endlich war es soweit! Die Inder waren angekommen. Die Schülerinnen und Schüler saßen erwartungsvoll in der Aula. Nach der Begrüßung durch Klaus Klinger, dem Rektor der Grafeneckschule führte Sabine Danner vom Verein durchs Programm.

 

Sample ImageMit dem Bala-Bata-Lied zur Begrüßung wurden die Schülerinnen und Schüler eingestimmt auf das folgende Programm.

Die Zuschauer sehen das Theaterstück "Bala-Bata und Menschenrecht"

Die Schulglocke läutet, die Kinder versammeln sich in ihrer Bala-Bata. Wie jeden morgen sprechen sie gemeinsam:

Bala-Bata - die Hoffnung für Dalits Bala-Bata - der Weg zum Aufstieg Bala Bata - der einzige Weg, unser Weg .

Dann geht es weiter mit Morgengymnastik. Der D.O. (Bala-Bata-Lehrer) fragt nach den Hausaufgaben, er erklärt, hilft nach und kontrolliert. Sie singen gemeinsam, tanzen einen Stocktanz. Danach gehen die Kinder zu ihrer regulären staatlichen Schule. Die Bala-Batas Schüler und die hochkastigen Schüler kommen auf verschiedenen Wegen zur Schule, die hochkastigen Kinder halten die Bala-Bata-Kinder auf Distanz. Die Bala-Bata-Kinder setzen sich auf die vorderen Bänke, was die hochkastigen sofort verbieten und sie nach ganz hinten schicken.

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Sample ImageAls der Lehrer kommt, auch ein Höherkastiger, flüstern die Kasten-Kinder ihm zu, dass die Dalit-Kinder sich ungebührlich und unverschämt verhalten haben. Daraufhin heißt der Lehrer die Bala-Bata-Kinder, unter dem Vorwand, am nächsten Tag sei eine Inspektion angesagt, den Hof zu säubern, die Toiletten zu reinigen usw., wie immer bei solchen Gelegenheiten. Die Bala-Bata-Kinder stammen aus Scavanger-Familien (Latrinenreinigern).

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Doch die Bala-Bata-Kinder sind über ihre Rechte informiert und  sie wissen, dass der Lehrer sie nicht so behandeln darf. Sie diskutieren über das Verhalten des Lehrers, fragen sich warum immer sie putzen und fegen müssen. Sie singen ein Lied, das sie in der Bala Bata gelernt haben, in dem es genau über diese Menschenrechte geht und fragen sich, warum sie zu einem Latrinenreiniger-Leben auf immer verdammt sein sollen.

Sample ImageIm zweiten Lied singen sie vom Kampf gegen das Kastensystem" kämpfen gegen das Kastensystem im Kopf und dem Alltag, kämpfen gegen Ungerechtigkeit ..." Sie beschließen zur Schulaufsichtsbehörde zu gehen und ihre Situation zu schildern. Die Schulrätin ist selbst eine Dalit. Sie hört die Kinder an und wundert sich über deren Initiative. "Woher kommt ihr?" fragt sie "Ah! von einer CARDS Bala-Bata!"

Sie kennt die Bildungsarbeit von CARDS. Sie bittet die Kinder, nichts von ihrem Treffen zu erzählen, sie wird sich darum kümmern. Am nächsten Tag kommt sie selbst zu staatlichen Schule der Kinder. Sie befragt den Lehrer nach der Situation. Er streitet alles ab, woraufhin sich selbst hinaus geht um sich ein Bild zu machen. Sie sieht die Kinder arbeiten, die bestätigen, dass sie diese Arbeit immer tun müssen. Die Kasten-Kinder bestätigen ebenfalls, dass das immer so ist, für sie ist das ja normal und richtig. Die Schulrätin suspendiert den Lehrer vom Dienst. Die Dalits jedoch bitten die Schulrätin den Lehrern nicht seine Arbeit zu nehmen, weil sie nicht wollen, dass er in Armut fällt. Sie wollen, dass er bleiben kann, er soll jedoch alle Schüler gleich gut behandeln.

Sample ImageFür beide Seiten, die Hochkastigen wie die Dalits, soll ein Lernprozess stattfinden, keine Vergeltung, sondern Erkenntnis auf allen Seiten, alle Seiten sollen in Frieden zusammenleben können.

Der Lehrer ist überrascht, als die Schulrätin die Suspendierung zurück nimmt, er ist auch dankbar und entschuldigt sich bei den Bala-Bata-Kindern, er verspricht sich zu ändern und umarmt sie sogar. Gemeinsam singen sie ein Lied über die beginnende Veränderung zum Guten.

Auch die nächsten beiden Szenen, in denen die Kulturgruppe zeigte, wie Bala-Bata-Kinder ihren Mitmenschen helfen, gaben den Schülerinnen und Schülern Anlass zum Nachdenken.Sample Image

Den krönenden Abschluss bildete ein rasanter Trommeltanz, den die Zuschauer mit großer Begeisterung aufnahmen und solange „Zugabe, Zugabe!“ riefen, bis die überraschten Inder noch einmal auf die Bühne kamen.

 

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Nach dem Auftritt in der Aula gingen je 2 oder 3 InderInnen in eine Klasse, wo es die Gelegenheit zum Gespräch gab.

Es wurden gemeinsam Lieder gesungen und getrommelt.

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Das Geheimnis "Wie wickelt man einen Sari" wurde gelüftet.

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Hier schreibt Salmon seinen Namen in Telugu.

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Sehr beliebt waren auch die Hennah-Tatoos. Bis zum Schluss war die Gruppe damit beschäftigt die Mädchen und auch die Jungen mit den Tatoos zu verschönen.

Nach diesem anstrengenden, aber sehr erfolgreichen Programm gab es für die Inder und ihre Begleiter ein Mittagessen, das die Lehrerin Frau Mildenberger mit ihren Schülerinnen und Schülern zubereitet hatte. Vom Essen gibt es leider keine Fotos. Wahrscheinlich war die Fotografin zu hungrig, um dran zu denken.

 

01.06. - 04.06.2011 -  Boxberg-Tage

Sample ImageAm Vormittag des 1. Juni besuchte die indische Gruppe und ihre Heidelberger Begleiter den ev. Kindergarten auf dem Boxberg. Vom Boxberg aus ging es dann nach Rohrbach in das St Paulusheim, ein Haus der Kinder-Jugend -und Familienhilfe. 18 Kinder und 6 junge Mütter (unter 18 Jahre) waren begeistert von unserem Besuch.

 


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Um 16 Uhr begann der Auftritt auf der Großen Bühne des Stiftstheaters des Augustinums. Es wurde gesungen, getanzt und das Stück "Befreiung durch Bildung" aufgeführt. Mit einer Rose und viel Beifall wurden unsere Freunde verabschiedet.
Ein erfolgreicher Tag liegt hinter allen Beteiligten. Es war sehr schön, aber auch anstrengend.

An den folgenden Tagen war sightseeing angesagt, unterbrochen von einem sehr eindrucksvollen ökumenischen Gottesdienst in St. Paul auf dem Boxberg und der Besichtigung der RNZ Druckerei.

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Lied im Gewölbe des Heidelberger Schlosses.

 

 

 


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Über dem Neckar            und auf dem Neckar.


Sample ImageIn der RNZ Druckerei mit Papierrollen. Eine Rolle enthält 20km Papier, ein Turm also 60km!!!

 

 

 

 

 

 


31. Mai 2011 - Chorprobe des Gospelchors Sinsheim

Musik verbindet

Einen musikalischen Abend mit viel Bewegung erlebten unsere indischen Gäste  bei dem Besuch einer Chorprobe des Gospelchors Sinsheim.

Wo sitzen die Gäste, gibt es etwas, wo sie mitsingen können, was erwarten sie – was erwarten die Chormitglieder? Die anfängliche Unsicherheit auf beiden Seiten fing der Chorleiter geschickt mit der Probenroutine auf: Erst mal ein paar Runden summend, brummend und atmend durch den Raum gehen. Da waren alle mit vollem Einsatz dabei und fühlten sich sofort willkommen. Auch das erste Lied konnte lautmalerisch gleich mitgesungen werden, da das afrikanische „Siyahamba“ den Indern sehr entgegenkam.

Dann wurde es jedoch ernst, der Chor musste ein neues Lied einstudieren. Die ausgeteilten Liedblätter wurden interessiert gemustert – stifteten auf Grund der vielen Noten und Zeichen aber einiges an Verwirrung. So lernte die Gruppe neben den lateinischen Worten nebenher auch noch wozu z.B. Wiederholungszeichen gut sind. Nach einer kleinen Pause schmetterte dann die indische Gruppe drei Lieder aus dem Repertoire und beeindruckte den zahlenmäßig überlegenen Chor mit ihrer Stimmgewaltigkeit.

Mit „We shall overcome“ fand sich ein Lied, dass allen bekannt war und bei dem es auch keine Sprachbarrieren gab. Besondere Zungenbrecher hielt dann aber das deutsche Lied mit einigen Umlauten bereit. Auch, dass bei der Chorprobe mal nur die Männer singen oder nur ein Teil der Frauen war den Indern neu und so wurde der Bass tatkräftig von den Inderinnen unterstützt. Viel gelernt, viel Spaß gehabt und auf der Heimfahrt und im Quartier der Inder hörte man später immer mal wieder noch die ein oder andere lateinische Liedzeile – was kann man mehr wollen?


Sonntag, 29. Mai 2011 in Helmstadt 

Der Tag in Helmstadt begann mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Dieter Eitel begleitete die Inder und stellte sie der Gemeinde vor.

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Während des Gottesdienstes führte die  indische Kulturgruppe ein Theaterstück auf:


Am Brunnen – Starke Mädchen durch Bildung. Bei der Verabschiedung der College-Studenten in die Ferien motiviert eine Lehrerin ihre Schüler, das gelernte theoretische Wissen praktisch in ihre Dörfer zu tragen und dort Sozialarbeit zu leisten.
Eine höherkastige Frau holt Wasser am Brunnen. Eine Dalit-Frau nähert sich ängstlic
h. Den ganzen Tag schon wartet sie auf eine Gelegenheit zum Wasser holen, doch immer wieder kommen ihr höherkastige Frau zuvor und sie muss sich wieder zurückziehen. Sie muss immer warten bis die höherkastige Frau fertig sind, die unbedingten Vorrang haben, sie hat nicht das Recht Wasser zu holen wann sie will, ganz gleich wie nötig sie es braucht. Die höherkastige sieht sie, beginnt zu schimpfen und heißt sie ärgerlich ihren Krug abzustellen und wieder auf Abstand zu gehen. Widerwillig und sehr darauf bedacht nur ja nicht den Krug der Dalit-Frau zu berühren, gießt sie Wasser hinein. Unterwürfig muss die Dalit-Frau sich dafür bedanken und darf ihren vollen Krug mitnehmen. Ein Mann bewacht den Brunnen und geht kurz weg. Eine Dalit-Frau nähert sich, sie braucht Wasser für ihre Kinder. Sie schleicht sich an den Brunnen und holt Wasser.  Der Wächter erwischt sie und schlägt sie brutal. Sie geht in eine Kirche und sucht Trost. Ihre Tochter, die bei CARDS aufs College geht, kommt dazu und klärt sie über ihre Rechte auf. Sie nimmt sie bei der Hand und geht mit ihr zur Polizei. Die Polizei will die Anzeige nicht aufnehmen, aber das Mädchen besteht auf ihre verfassungsmäßigen Rechte. Dem Polizisten bleibt nichts anderes übrig, als die Anzeige aufzunehmen. Er sucht den Wächter auf und erklärt ihm die Situation. Der Wächter ist gezwungen einen Kompromiss einzugehen und freien Zugang für alle zum Brunnen zu gewähren.

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Zur Predigt

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Beim Regenbogentanz stellen die Inder Symbole Indiens dar: Die Lotosblüte, den Schmetterling und den Pfau. Der Regenbogen steht für die Verbindung zwischen Himmel und Erde.

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Während bei Familie Nitsche in der Küche das Essen bereitet wird, nutzen die Besucher die Gelegenheit zum Gespräch.

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Reis und die indischen Currys dampfen im Topf. Die Inder langen kräftig zu.  Es schmeckt!

 Sonniges Wetter lädt zum Spaziergang und zu Gesprächen  im Garten ein.

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 26. Mai 2011 - Besuch in der GHWRS Aglasterhausen Sample Image

 

Text der Schule aus dem Amtsblatt Aglasterhausen:

„Lautes Trommeln, singen, tanzen, und body-theatre – so sah am Donnerstag, 26. Mai der Schulvormittag für die Grund- und Hauptschüler der GHWRS Aglasterhausen aus. Doch nicht selbst tanzen, sondern zusehen war angesagt, denn zu Gast war eine Gruppe indischer Studenten aus Guntur/Indien.

Sample ImageIn zwei „Vorstellungen“ wurde den Kindern durch ein kleines Theaterstück das Leben der Dalits (der sog. Unberührbaren) in Indien deutlich veranschaulicht.

 

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Schon seit Jahren unterstützt die Schule durch Spenden den Verein „Partnerschaft in der Einen Welt - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“ und die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich bei Projektwochen schon öfter mit dem Thema Indien.

In der Woche vor dem Besuch konnte die Schule eine Ausstellung der Karl-Kübel-Stiftung ausleihen. Mit Hilfe von sechs Schaukästen konnten die Schüler eindrucksvoll sehen, hören, riechen und schmecken, wie der Alltag eines Kindes in Indien aussieht. Noch ungeklärte Fragen, die dabei aufgekommen waren, konnten dann im persönlichen Gespräch mit den indischen Frauen und Männern geklärt werden, denn in Kleingruppen besuchten die Männer und Frauen die Hauptschulklassen.

Im Anschluss an die Fragerunden durften die Inder in der Schulküche ihr Mittagessen einnehmen. Danke sagen möchte die GHWRS Aglasterhausen Frau Fürniß, die verantwortlich war für die Organisation des leiblichen Wohls der Inder und Steffi König, sowie den Mitgliedern des Vereins, die die Ausstellung und den Besuch der Inder erst ermöglichten und begleiteten.“

26. Mai 2011 - Besuch in den Werkstätten der Johannes Diakonie. Die Gruppe bekam eine englische Führung durch die Werkstätten und besuchte danach die Wohngruppe "Odenwald“.

 

Sample ImageSample Image Sample ImageEine Teilnehmerin der letzten Indienreise arbeitet als Gruppenleiterin in den Werkstätten und hat uns die Abläufe sehr gut erklärt. Es werden Innenausbauteile und Fremdstarter für Traktoren und Epiliergeräte zusammen gebaut. Auch werden dort verschiedene Arten von Teelichtern gemacht und unsere Inder haben sich in Fließbandarbeit geübt. Sample Image  

Die Inder waren begeistert und sind wie immer mit dem Thema Behindertenarbeit ganz unbefangen umgegangen. Sample Image

Begrüßung in Sinsheim-Dühren am 20. Mai 2011 Sample Image 

Nach aufregenden Vorbereitungswochen in Deutschland und in Indien ist nun unser Besuch gut angekommen. Beim Begrüßungstreffen im evangelischen Pfarrhaus in Dühren wurden erste Informationen ausgetauscht und der Verlauf der nächsten Tage abgesprochen.

Die acht Inderinnen und Inder werden in den nächsten Wochen ein umfangreiches Programm in Kindergärten, Kirchengemeinden, Schulen absolvieren.

Sample Image Im Pfarrhaus in Dühren haben sie in dieser Zeit eine schöne, geräumige Unterkunft, in der sie ihre Auftritte vorbereiten, Erfahrungen besprechen und sich auch gut ausruhen können. Vielen Dank an Pfarrer Dietmar Coors und die evangelische Kirchengemeinde, die uns die Wohnung zur Verfügung gestellt hat! Sample ImageErster Auftritt vor der Stadtkirche in Sinsheim.

Growing

- behütet aufwachsen
- sich entwickeln können

Involving

- angenommen sein
- in die Gemeinschaft
einbezogen werden

Rehabilitation

- dazugehören, auch bei Krankheit und Behinderung
- gesund werden

Learning

- lernen für eine bessere Zukunft

Video: GIRL-Mädchenheim

Begegnung mit den GIRL-Mädchen: GIRL Mädchen 2016

Ein ganz normaler Tag im GIRL: GIRL-Mädchenheim 2015

Schutzimpfung und Ausflug: GIRL-Mädchenheim 2015

Ein sicheres Heim im GIRL: Leben im GIRL-Mädchenheim 2013 + 2014

Ausflug ans Meer: GIRL-Mädchenheim 2012

Hausbau, Einweihung, Einzug: GIRL-Mädchenheim 2011             

Weitere Infos hier: GIRL 2008 + GIRL 2007

muellIn der wachsenden Millionenstadt Guntur und Umgebung tauchen immer mehr Mädchen auf, die aus ihren Dörfern und vor den bedrohlichen Zuständen in ihren Familien geflohen sind - vor Armut, Gewalt und Hoffnungslosigkeit.

Oft sind sie noch Kinder unter 10 Jahren, die in den Straßen der Stadt einem gnadenlosen Überlebenskampf ausgesetzt sind. Demütigungen, Missbrauch und  Ausbeutung fügen ihnen körperlich und seelisch schwere Verletzungen zu.

Nach allem, was die Mädchen bereits erlebt haben, brauchen die Sozialarbeiterinnen von CARDS viel Einfühlungsvermögen, damit die oft völlig verwahrlosten und misstrauischen Mädchen wieder Vertrauen schöpfen können.

muell2aIm GIRL Mädchenheim wird für 100 Mädchen Platz geschaffen, an dem sie erwünscht sind und wo ihre Würde geachtet wird. In einem sicheren Schutzraum können die Mädchen erst einmal zu sich selbst finden und die Wunden der Straße können heilen.Die Mädchen  werden mit allem lebensnotwendigen versorgt. Sie werden medizinisch untersucht und behandelt. Meist erfahren sie erstmals Fürsorge und festen Halt, ganz gleich ob sie gesund oder krank, behindert oder HIV-positiv sind.Ihre Fähigkeiten werden gefördert und ihre Persönlichkeitsentwicklung wird unterstützt. Behutsam werden sie auf den Besuch einer Schule vorbereitet.

 

 

Sample Image Kunterbunt ging es zu beim KuMuTa in Aglasterhausen. Mit Kultur, Musik und Tanz feierte die Grund- und Hauptschule ein fröhliches Fest. Neben vielen anderen  kulturellen Beiträgen, gab es auch Kultur aus Indien zu bestaunen. Steffi König hatte mit Bernhard Gänzler - Lehrer der Klasse 4a - und Heike Heck - Lehrerin der Klasse 2a - eine Modenschau vorbereitet, bei der es indische Mode zu bestaunen gab. 
Weiterlesen: Schulpartnerschaft...

25 Jahre Partnerschaft mit CARDS - das ist ein Anlass zum Feiern!

Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2011 bringen natürlich auch viel Arbeit mit sich. Zur Planung der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr haben 17 Mitglieder des Vereins einen arbeitsintensiven Samstag verbracht.

Auch die Organisation des Besuchs einer indischen Gruppe im Mai/Juni 2011 war Aufgabe einer Arbeitsgruppe.


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Der unter indisch-deutscher Leitung geführte Pfälzer Hof bot den passenden Rahmen und  ein ausgezeichnetes indisches Mittagsbuffet mit traditionellen indischen Gerichten.

Sehr empfehlenswert: http://www.pfaelzerhof.com

 „Ob wir es im nächsten Jahr bis nach New York schaffen?“ fragte Rektor Thilo Engelhard nach dem Sponsorenlauf 2009 seine Schüler/innen. Dieses Ziel war nun doch zu weit gesteckt, denn sie waren einfach weniger Teilnehmer/innen in diesem Jahr, aber sie waren  nicht minder eifrig: Monika Knoll aus Klasse 3a konnte mit 24 km die längste Laufstrecke der Grundschulmädchen nachweisen, Armend aus Klasse 4 b ebenso wie Lucas, Maximus und Daniel aus der 3 a erliefen mit je 30 km, das weiteste Ergebnis für die Grundschuljungen.

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Weiterlesen: Sponsorenlauf 2010 in...

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