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14 Tage lang war die Reisegruppe unseres Vereins in Indien und besuchte die verschiedenen Projekte unserer Partnerorganisation CARDS. Ria Paulus berichtet:  Nach einem Tag zum Akklimatisieren in Hyderabad machten wir uns auf den Weg nach Guntur. Die Hochwassersituation war deutlich entspannt, doch zeugten vom Wasser völlig zerstörte Straßenabschnitte noch davon. Die Reparaturarbeiten waren noch in vollem Gange und wir mussten recht abenteuerliche Umleitungen befahren. 

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 Im WEDS College besuchten wir verschiedene Klassen, jeweils zu zweit. Die Schülerinnen zeigten sich sehr interessiert an uns deutschen Frauen. Nach anfangs eher verhaltenen Fragen nach dem Klima bei uns und der deutschen Flora und Fauna löste sich die Stimmung bald und es kamen Fragen von :"Was macht ihr gegen Pickel?" bis hin zu "Wie beerdigt ihr eure Toten, habt ihr da Traditionen wie wir?" Diese Stunden waren für uns sehr bereichernd und anregend.

Sample ImageIm Guntur Slum gibt es die vier Bala Bata Schulen "Aglasterhausen" (siehe homepage...) Dass die Bala Batas tatsächlich so benannt sind, war neu für uns und noch überraschter waren wir, dass dieser für indische Zungen sehr schwere Name auch noch fast korrekt ausgesprochen wurde! Die Kinder waren eifrig bemüht uns ihr Können zu demonstrieren und am Schluss wurden noch alle Hausaufgaben auf Vollständigkeit überprüft (Bild).

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Das Pharmacie-College auf dem Campus in Deenapur beeindruckte durch eine große Bücherei mit Fachliteratur, die allen Studenten zugängig ist, sowie durch großzügige Unterrichtsräume.

 

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In Dennapur durften wir die Klassen während des Unterrichts besuchen und kamen je nach Fach mit den Schülern und Lehrern ins Gespräch, bzw. ich selbst hatte eine lehrreiche Wiederholung der englischen Verben in den verschiedenen Formen der Vergangenheit - ähem - ich riet meistens richtig, puh!

Ich war sehr positiv beeindruckt von dem Englischlehrer, der es schaffte in einer Klasse von ca. 85 (!) Schülern einen effektiven Unterricht durchzuführen, dem auch ich folgen konnte.

Nach Unterrichtsschluss gegen 16 Uhr trafen alle Schüler draußen zusammen und wir tauchten ein in ein fröhliches Treiben und wieder wurde uns bewusst, was sich spürbar und sichtbar verändert hat: Die Mädchen und Frauen sind tatsächlich in der Mehrzahl, sie lernen, sie sind selbstbewusster und schauen uns offen ins Gesicht und in die Augen!

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Auf den Fahrten zu Programmpunkten außerhalb von Guntur gab es wie immer viel Spaß mit unseren Begleiterinnen und Begleitern.

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Einen wunderschönen Tag verbrachten wir mit Schülerinnen vom WEDS und vom Deenapur-College bei einem Herbal Medicine (Kräutermedizin) Workshop auf dem Berg Kondaveedu nahe dem gleichnamigen Dorf, der für die Vielfalt seiner Pflanzenwelt bekannt ist.

Geleitet wurde dieser Workshop von Mrs. Mary Vardhanam, der Expertin für Kräuter und deren Heilwirkung bei CARDS schlechthin und begleitet von Ms. K. Sandhya und Ms. Pushpa, zwei Lehrerinnen der Colleges, sowie einem Mitarbeiter von CARDS, der ebenso wie alle anderen mit Schreibmaterial und großem Skizzenblock ausgerüstet war.

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Auf dem Weg nach oben machten wir immer wieder Station, um Pflanzen zu sammeln und über ihre verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten zu erfahren. Die Pflanzenteile wurden säuberlich in den Block geklebt (Herbarium), beschriftet und mit Text versehen.

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Wir durften erleben, wie Unterricht in und mit der Natur sein kann: fröhlich und unbeschwert schwatzend während des Aufstiegs, konzentriert und aufmerksam bei Marys Ausführungen, Mary selbst, die eine wohltuende natürliche Autorität und Wissen ausstrahlt, gegenseitiges Helfen beim Einkleben der Proben, der Unterricht stand im Mittelpunkt und wir waren Teil der ganzen Gruppe, konnten sehen und beobachten, ohne selbst im Mittelpunkt zu stehen und das haben wir sehr genossen.

Sample ImageEin großer Tag war auch der So. 25.10. an dem wir den  "3. Girls - Cultural - Competition"  in Deenapur mitverfolgen durften. Schülerinnen aller CARDS-Colleges hatten für diesen Tag Lieder und Tänze einstudiert, die nun im Wettbewerb vorgeführt wurden. Die Gruppen wurden von ihren Mitschülerinnen angefeuert und bejubelt, dass es eine Freude war zuzuschauen.  Die Darbietungen erfüllten alle Erwartungen und setzten nicht nur uns in Erstaunen, kurz: es war toll und die Preisträger hatten den Sieg verdient, auch wenn ich nicht in der Jury hätte sitzen wollen, denn alle waren einfach super!
Und "unsere" Mädels vom WEDS-College belegten den ersten Platz! Wir waren richtig stolz auf sie, hatten wir sie doch an den Abenden vorher immer proben sehen.

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Ein für unseren Verein sehr bedeutendes Ereignis des Tages folgte nach den Preisverleihungen: Die Enthüllung des Grundsteines des GIRL - Mädchenheimes.
Das Grundstück liegt gleich neben dem Campus der Deenapur-Colleges. In einer Prozession zogen wir mit Mrs. Swarnalatha Devi (Chitti) und Mrs. Jothi, einem Vorstandsmitglied von CARDS,  an der Spitze dorthin, wo wir mit Blumengirlanden empfangen wurden.

Sample ImageEs wurden feierliche Worte gesprochen, Swarnalatha Devi und Jothi sprachen Gebete und Steffi König enthüllte den Grundstein.





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Sample ImageAlle Mitglieder unserer Gruppe brachen eine Kokosnuss vor dem Stein und besprengten ihn mit Kokoswasser, ein Ritual vergleichbar mit unserem Kerzenanzünden vielleicht. Chitti sprach den Segen über uns alle und erbat ihn für das Grundstück und das GIRL -Heim.

Wir waren wirklich ergriffen und hoffen nun, dass die Bauarbeiten zügig vorangehen können. Die schwierigsten Hürden des Grundstückskaufes und der Vorbereitung des Baugeländes sind nun überwunden und ein Projekt, das uns sehr am Herzen liegt kann bald verwirklicht werden.

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Rosi Moser berichtet: "Am 26. Februar 2009 fuhren wir zum Boxberg-Home. Im Tsunami Gebiet von damals mit all seinen Verwüstungen ist heute nichts mehr zu erkennen, sehen wir mal vom Trauma, welches viele Menschen heute noch begleitet, und den durch Salzwasser kontaminierten und infolgedessen unfruchtbaren Feldern einmal ab.

Dann kam der große Moment, Boxberg-Home in Sicht, ein bewegender Moment für mich."




Weiterlesen: Besuch im Boxberg Home

„Zentrum für Kinderrechte"

"Child Rights Advocacy Centre“

CRAC

Auf dem Weg zur Bala-Hita-Schule im CRAC. Die Mädchen holen ihre Mitschülerinnen von zuhause ab. Bis sie im CRAC ankommen, haben sich alle angeschlossen. Gemeinsam in ihrer Gruppe fühlen sich die Mädchen wohl. 

 

Auf dem Weg zur Schule nutzen die Jungen schnell noch die Gelegenheit für ihr Lieblingsspiel mit Murmeln. Sie haben ihre Schulsachen beiseite gelegt. Die Mädchen dagegen sind schon ganz auf Schule eingestellt. Sie spielen ihre Spiele zuhause bei ihren Hütten und nicht auf der Straße.

Gemeinsam erreichen die Kinder das CRAC.

   

Wenn sie das große Eisentor passiert haben, dann öffnet sich für sie eine neue Welt. An jedem Tag gehen sie dort einen Schritt auf dem Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft.

Unterricht

   

Mr. Suvama Babu der Leiter des CRAC, unterrichtet eine der beiden Klassen der Bala-Hita-Schule. Die Kinder sitzen auf dem Boden, wie sie es gewohnt sind.

Nach ihrem Wissenstand werden die Kinder in die zwei Klassen aufgeteilt. Am Anfang steht nicht die Wissensvermittlung im Mittelpunkt. Zuerst muss die Motivation und Lernfreude der Kinder geweckt werden. Sie müssen erfahren, dass es sich lohnt, bei der Sache zu bleiben und nicht gleich aufzugeben und der Schule fern zu bleiben.

Sehr gute Erfahrungen hat CARDS dabei mit  spielerischen Methoden gemacht. Mit großer Begeisterung singen die Kinder Lieder, lernen Tänze und Trommeln und erwerben dadurch ein neues Körpergefühl, Ausdauer und Selbstbewusstsein. In kleinen Sketschen spielen die Kinder Szenen aus ihrem Alltag nach und reflektieren so ihre Erfahrungen. Gleichzeitig zeigen die Inhalte der Theaterstücke auch neue Perspektiven auf.

  

Beim Unterricht in den Bänken zu sitzen ist etwas besonderes und noch ungewohnt für die Schülerinnen und Schüler.

Mrs. Lilly ist die Lehrerin der anderen Klasse.

   

Manchmal werden auch beide Klassen gemeinsam unterrichtet. 

Die Kinder zu motivieren, in die Schule zu gehen ist nicht einfach. Alle Eltern arbeiten als Tagelöhner im Steinbruch und die Kinder sind es von klein auf gewohnt, sie dorthin zu begleiten. Etwas anderes als den täglichen Staub der Kalksteine kennen sie nicht. In die Arbeit wachsen sie fast selbstverständlich mit hinein.

 

Die Konzentration und Ausdauer, die man fürs Lernen braucht, können sie nicht aufbringen. Das was sie zunächst an der Bala-Hita-Schule fasziniert, sind die vielen Spielmöglichkeiten. Die Freude darauf, wieder Lieder singen und Sketsche lernen zu dürfen, motiviert die Kinder jeden Tag in die Schule zu kommen. Mit der Zeit werden sie so daran gewöhnt, bei der Sache zu bleiben und langsam kann das vorgeschriebene Schul-Curriculum in Angriff genommen werden. Bis die Schüler Interesse zeigen, ihre Lektionen zu lernen, haben die Lehrer ein hartes Stück Arbeit zu leisten.

Um dieses Ergebnis erzielen zu können, organisierte CARDS für die LehrerInnen Seminare, in denen sie entsprechende Methoden lernten und so für den Umgang mit diesen Schülern vorbereitet wurden.

Essensausgabe

 

Alle Schüler die die Bala-Hita-Schule im CRAC besuchen, bekommen zuhause so gut wie nie ausreichend und nahrhaftes Essen. Meist reicht das Geld nur für eine Mahlzeit am Tag, die hauptsächlich aus Reis besteht. Obst und Gemüse können sich die Eltern nicht leisten. Im CRAC erhalten die Kinder Frühstück, Mittagessen, zum Abendessen auch Milch. Für unsere Vorstellung ist das Essen im CRAC sehr einfach, die Schüler sind aber sehr zufrieden und auch die Eltern bedanken sich bei CARDS für das gute Essen, das sie selbst ihrem Kind nicht geben könnten.

Durch die bessere Ernährung sind die Kinder bereits kräftiger geworden. Auch ihr Verhalten und ihre Persönlichkeit haben sich positiv entwickelt.

   

Für uns ist dies ein etwas befremdliches Bild.Die Jungen liegen auf dem Boden und haben kein Bett. Für dieKinder im CRAC ist es aber das, was sie gewohnt sind.

Ursprünglich war geplant, auch die Mädchen in einem Internat aufzunehmen. Aber dabei ergaben sich unvorhergesehene Probleme. Bei den Elterntreffen äußerten sich die Eltern sehr besorgt um die Sicherheit ihrer Töchter. Zwar ist das CRAC durch eine hohe Mauer gesichert, aber in den Steinbrüchen gibt es vor allem nachts Gefahren durch Kriminalität. Auch wird es von den Besitzern der Steinbrüche nicht gern gesehen, wenn die Kinder zur Schule gehen, anstatt zu arbeiten. Die Eltern haben CARDS daher darum gebeten, ihre Kinder abends nach dem Essen nach Hause zu schicken. CARDS hat mit den Eltern über ihre Befürchtungen diskutiert. Da zu befürchten war, dass die Eltern ihre Töchter gar nicht mehr zur Schule schicken, hat CARDS die Bitte akzeptiert.

Derzeit sind 10 Jungen im Internat untergebracht, die dort auch bleiben werden. Das Internat soll weiter geführt und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Die Mädchen und auch einige Jungen werden weiter zur Schule kommen und abends in ihre Familie gehen.

  

Nach der Schule treffen sich die Jungen im Dorf noch zum Murmelspiel.

Die Mädchen machen sich meist gleich auf den Weg nach Hause. 

In solchen Hütten wohnen die meisten Bala-Hita-Kinder.

Der Bruder des Mädchens macht gerade seine Hausaufgaben. Neben den Schulaufgaben muss seine Schwester auch der Mutter im Haushalt helfen.  

  

Fast alle Eltern sind Analphabeten. Sie haben entweder gar keine Schule besucht oder nach den ersten Klassen abgebrochen. 

Abends zeigen die Schülerinnen und Schüler ihren Eltern ihre Hausaufgaben. Auf diese Weise lernen sie mit ihren Kindern etwas schreiben und lesen. Dass ihre Kinder die Möglichkeit haben zur Schule zu gehen, erfüllt sie mit Stolz. Sie hoffen darauf, dass sie später der harten und gefährlichen Arbeit im Steinbruch entkommen können und mit einem guten Beruf ein ausreichendes Einkommen erzielen.

Einbeziehung der Familien - Elternarbeit

Die Familien der Kinder leben in unvorstellbarer Armut. Die meisten Eltern verdienen als Tagelöhner kaum genug, um mit dem sehr geringen Lohn zu überleben. In dieser Situation sind die Eltern gezwungen, auch die Kinder zur Arbeit zu schicken. Dass es einen anderen Weg für sie geben könnte, lag außerhalb ihrer Vorstellungskraft.

Die erste Kontaktaufnahme zu den Eltern erfolgt durch die College-StudentInnen. Sie vermitteln auch die Aufnahme der Kinder ins CRAC. Anfangs stießen die StudentInnen auf wenig Interesse, als sie sich in den Steinbruch aufmachten, um mit den Eltern zu reden. Sie mussten im Gegenteil zuerst Misstrauen und Ungläubigkeit überwinden.

Erst die Aufklärung über die Chancen und Möglichkeiten einer guten Bildung durch Lieder und Straßentheater weckte die Aufmerksamkeit und langsam wurde den Eltern bewusst, wie wichtig es ist, dass ihre Kinder die Schule besuchen. 

Küchengärten

Durch viel Überzeugungsarbeit ist es CARDS gelungen, die Eltern dafür zu gewinnen, sich auch bei weiteren Maßnahmen zu beteiligen. An erster Stelle steht hier die Anlage von Küchen-Gärten und Pflanzungen von Baumsetzlingen in der Nähe der Häuser. Diese Aktivitäten wurde gleichzeitig mit dem Unterricht der Schüler aufgenommen. Während des Monsuns wurde den Schülern Samen gegeben, sodass sie gemeinsam mit ihren Müttern einen kleinen Küchengarten anlegen konnten. Von den SchülerInnen lernen die Eltern, darauf zu achten, kein zusätzliches Wasser für die Küchengärten zu verbrauchen, sondern Spül- und Waschwasser dafür zu verwenden. Auch werden Regen-Becken für die Küchengärten angelegt.

Anfangs standen die Eltern dieser Idee skeptisch gegenüber, aber sie haben bald erkannt, dass sie mit einem sehr kleinen Einsatz einen großen Ertrag an gutem Gemüse erzielen konnten. Sie können dabei einerseits Geld sparen und sind andererseits in der Lage, ihren Kindern nahrhafte Lebensmittel geben zu können. Es erfüllt sie mit Stolz, dass ihr eigener Sohn oder ihre Tochter auf diese Weise hilft, die Lebensbedingungen der ganzen Familie zu verbessern.

CRAC-Elternbeirat  

Die Arbeit mit den Eltern ist CARDS sehr wichtig. Durch die Gründung des CRAC-Elternbeirats wurde die Mitarbeit und Mitbestimmung der Eltern ermöglicht. Dadurch wird erreicht, dass die Eltern ihre Kinder mit Überzeugung zum Schulbesuch anhalten und sie unterstützen. Gleichzeitig lernen sie selbst von und mit ihren Kindern. Die Arbeit im Elternbeirat stärkt ihr Selbstbewusstsein und sie lernen, wie sie ihre Situation verbessern können.

Ernährung - Gesundheit - Hygiene

Bei den regelmäßigen monatlichen Elterntreffen werden die Belange der Schule besprochen, zum Beispiel der Speiseplan für die Kinder und die anfallenden Kosten. Auch die in Indien außergewöhnlichen, spielerischen Lernmethoden wurden den Eltern erklärt und mit ihnen diskutiert. In die kulturellen Aktivitäten werden die Eltern ebenfalls einbezogen. Darüber hinaus können die Eltern bei den Treffen auch andere Probleme, die die Arbeit oder die Familie betreffen, ansprechen. Es finden Informationsabende statt über Ernährung, Gesundheit und Hygiene. Zusammen mit ortsansässigen Ärzten wurden staatlich unterstützte Gesundheits-Camps durchgeführt.

Der Gesundheitszustand der Schüler ist besorgniserregend. Die gravierendsten Probleme sind  Husten, Lungenerkrankungen, Durchfall, Hautkrankheiten. Die Eltern können sich für ihre Kinder weder ärztliche Vorsorge leisten, noch können sie sie ins Krankenhaus bringen, wenn es nötig ist. Im CRAC werden die SchülerInnen regelmäßig durch Ärzte, die mit CARDS kooperieren untersucht. Notwendige Behandlungen oder Operationen werden in die Wege geleitet. CARDS arbeitet dabei mit dem örtlichen staatlichen Krankenhaus zusammen.

Auf Sauberkeit und Hygiene wird in den Familien der Kinder überhaupt nicht geachtet.  Dies liegt nicht daran, dass die Eltern nicht wollten, dass ihre Kinder sauber sind, sondern weil sie arm sind und unter katastrophalen Bedingungen leben. Für Seife ist kein Geld da, klagten die Eltern bei ihrem Treffen im CRAC. Daraufhin stellte CARDS den Schülern Seife zur Verfügung und auch Kokosnussöl, das in Indien zur Haarpflege verwendet wird. Jeden Monat bekommen sie auch Feuchtigkeitscremes, um ihre Haut pflegen zu können, die durch den Kalkstaub stark angegriffen ist.

Frauen- Spargruppen

Um die Situation der Familien weiter zu verbessern, wurden die Eltern über die Möglichkeit der Kleinkredite informiert. Die Elternvertretung hat die Initiative ergriffen, Selbsthilfe-Spargruppen zu gründen.

GIRL - ein sicheres Heim für Mädchen

Auszug aus dem Adventsbrief 2014

Mittlerweile haben 60 Mädchen hier ein Zuhause gefunden.

Wenn die Mädchen im GIRL ankommen, sind sie traumatisiert vom Verlust ihrer Eltern und der Erfahrung, dass sie unerwünscht sind und es nirgends einen sicheren Platz für sie gibt. Manche lebten eine Zeit lang auf der Straße oder fuhren bettelnd in Zügen durch das Land.

Dieses Schicksal wird Sandhya* (13) und Sunita* (11) erspart bleiben. Nach dem Tod des Vaters 2007, kamen die beiden Schwestern mit ihrer Mutter in Hyderabad bei den Großeltern mütterlicherseits unter. Die Mutter fand Arbeit bei einer staatlichen Gesundheitseinrichtung. Soweit schien alles in guten Bahnen zu verlaufen. Und doch war die Zukunft der Familie bedroht. Jahrelang wurde das Geheimnis gehütet, dass der Vater an AIDS gestorben war. Er hatte auch seine Frau mit HIV angesteckt. Die Krankheit ist inzwischen bei ihr ausgebrochen und nähert sich dem Endstadium.                                                                 * Die Namen wurden geändert.

Sie machte sich größte Sorgen um die Zukunft ihrer Töchter und wollte sie gut untergebracht und versorgt wissen. Über ihre Arbeit erfuhr die Mutter vom GIRL-Mädchenheim. Sie informierte sich ausführlich darüber und brachte schließlich ihre Geschichte vor das Child Welfare Commitee (Jugendamt). Dort erhielt sie die Erlaubnis ihre Töchter im GIRL unterzubringen und begleitete sie selbst dorthin.

Sandhya und Sunita sind seit dem 26.06.2014 im GIRL. Anfangs  waren beide sehr verstört über die radikale Veränderung in ihrem Leben. Die CARDS-Mitarbeiterinnen halfen ihnen, Vertrauen in ihr neues Leben zu gewinnen.

Sandhya ist in guter körperlicher Verfassung, die jüngere Sunita jedoch war beim Eintritt ins GIRL von schwacher Gesundheit. Beide wurden gründlich untersucht und Bhavyashrees Zustand hat sich mittlerweile soweit gebessert, dass auch sie regelmäßig zur Schule gehen kann. Die beiden sind nun froh, im GIRL zu sein.

" Das Essen hier ist gut und sehr lecker. Alle im Heim sorgen sich um uns. Die anderen Mädchen sind wie Schwestern für uns. Wir gehen auch gerne in die Schule, das Lernen macht uns großen Spaß."

Die Eingewöhnungszeit für die Mädchen ist oft nicht leicht, aber nach und nach zeigt es sich immer wieder, dass das Konzept des GIRL greift. Ein geregelter Tagesablauf, Gruppen- und Einzelgespräche, gute Versorgung und liebevolle Betreuung helfen den Mädchen sich einzufinden.

In den oberen Stockwerken des GIRL-Gebäudes sind Schülerinnen des benachbarten Colleges untergebracht. Sie verbringen oft ihre Freizeit mit den Mädchen, spielen mit ihnen und geben Hausaufgabenhilfe. Auch die männlichen Studenten, die auf dem Collegegelände leben, bringen sich ein. So wurde im August "Raksha Bandan" gefeiert, ein indisches Fest der Verbundenheit von Schwestern und Brüdern. Die Studenten brachten als „große Brüder“ den GIRL-Mädchen kleine Geschenke und bekamen von den Mädchen ein kleines, geflochtenes Armband - ein Symbol dafür, dass im GIRL alle ihren Platz in einer großen Familie haben.

Rakhi: Ein Armband als symbolische Verbindung

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Die Familie hat in Indien einen sehr hohen Stellenwert und es werden viele Familienfeste gefeiert. Ein besonderes Fest ist der Feiertag des "brüderlichen Schutzes" -  „Raksha Bandhan“. Er erinnert an das Band, das Bruder und Schwester verbindet und zusammenhält (Raksha bedeutet "Schutz", Bandhan "Verbindung").

Zum Raksha Bandhan, das nach dem westlichen Kalender meist auf Anfang August fällt, knüpfen Frauen und Mädchen ihrem Bruder bunte Armbänder, ein Rakhi, um das Handgelenk. Die Brüder überreichen ihrer Schwester ein kleines Geschenk. Jeder Bruder verspricht seiner Schwester, ihr stets beizustehen und für sie da zu sein, wenn er von ihr gebraucht wird.

Das hinduistische Fest erinnert daran, dass man sich nicht für sich selbst, sondern vor allem für seine Familie Glück und Schutz wünschen sollte. Heute werden die Armbänder auch Freunden und Nachbarn um die Handgelenke gebunden. Die symbolische Verbindung soll an Frieden, Mitgefühl und gegenseitiges Kümmern unter allen Menschen erinnern.

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Für die Mädchen im GIRL war dies ein aufregender Tag, denn zum ersten Mal durften auch sie für ihre „großen Brüder“ ein Band knüpfen. Einige Studenten der CARDS-Colleges haben sich dieser Aufgabe gestellt und übernehmen damit Verantwortung. Für die Mädchen ist das ein gutes Gefühl. Sie stehen nicht mehr allein auf der Welt, sondern haben eine Familie und große Brüder, die zu ihnen stehen und sie beschützen.

Wenn sie nun aus dem GIRL-Mädchenheim auf das College-Gelände hinüber schauen, dann wissen sie, dass dort ihre „großen Brüder“ zur Schule gehen. Das gibt ihnen Sicherheit und Vertrauen kann wachsen.

August 2014

Akshara abyasam im GIRL

Der 14. Juli 2014 war für 9 Mädchen des GIRL-Mädchenheims ein besonderer Tag.

02GIRL-Children singing Deenamma song

Es war ihr Akshara abyasam - ihre Feier zur Einschulung nach indischer Tradition. Sie standen an diesem Tag im Mittelpunkt.

Frank Viswanath, der Vize-Direktor von CARDS und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie einige College-Studentinnen nahmen an der Zeremonie teil.

03Ms.Mary Distributing Note books to Ms.BhavaniDie Kinder werden gesegnet und erhalten ihr erstes Schulmaterial: eine Tafel mit Griffel, Schulbücher und 05one of the Elder sister distributing Note books to Ms.ThulasiHefte.

 

 

 

 

 

 

Zusammen mit ihren „Paten“ schreiben sie ihr erstes Wort auf die Tafel. Die Mädchen gehen nun in die 1. Klasse und lernen dort Lesen und Schreiben.

08Ms.Mary doing Akshara Abyasam to Ms.SaniyaMr.Hrudaya Raj Doing Akshra abyasam to Ms.Navya

09GIRL Care taker Ms.Sreelatha doing Akshara abyasam to Ms.Hemalatha

 

 

GIRL - ein Heim für Mädchen in Not

In dem für 100 Bewohnerinnen geplanten Haus leben zur Zeit 23 Mädchen und ausnahmsweise ein Junge, der Bruder eines Mädchens. Die indische Regierung hat die Voraussetzungen für den Betrieb eines Kinderheimes streng reglementiert, nachdem es Missbrauchsfälle gegeben hat, daher dauert das Genehmigungsverfahren sehr lange. Durch die Arbeit mit diesen Mädchen wird CARDS zeigen, dass die Kinder hier gut aufgehoben sind und gefördert werden und somit auch die Genehmigung erhalten alle Plätze im Haus wie vorgesehen zu belegen.

Die Reisegruppe konnte sich bei einigen Besuchen bereits davon überzeugen. In ihrem Reisetagebuch schreiben sie: "Mit den mitgebrachten Luftballons kommen wir mit den Kindern schnell ins Spiel. Wir werfen uns die Ballons gegenseitig zu. Als Elfriede sich auf den Boden setzt und das Betttuch über ihr Wellen und Wind macht, ist sie im Nu von Kindern umringt. 

Dass es den Mädchen hier gut geht und sie sich wohlfühlen, ist förmlich zu spüren. Auch bei den Ausflügen, die die Reisegruppe gemeinsam mit den GIRL-Kindern unternimmt, merkt man den Zusammenhalt und die gegenseitige Zuneigung.“ (Der Reisebericht kann von der Homepage heruntergeladen oder bei der Vereinsadresse angefordert werden.)

Bis dahin war es ein langer Weg für sie. Die Geschichten der Mädchen sind von Verlust und Gewalt gekennzeichnet. Die Regeln eines Zusammenlebens in einer Umgebung, in der nicht - wie in ihrem bisherigen Leben - das Recht des Stärkeren gilt, sind ihnen fremd. Sie sind nicht in der Lage von heute auf morgen ein Leben mit einem geregelten Tagesablauf zu führen. Mitunter wehren sie sich und erheben Einwände, verstehen nicht, weshalb sie das eine tun sollen und anderes nicht dürfen. In Gruppengesprächen wird mit den Kindern das Für und Wider von Regeln und Vorschriften besprochen und erklärt. Für das soziale Miteinander im GIRL- Home sind die Betreuerinnen Ms. Supria und Ms. Anita verantwortlich.

Daneben spielt auch die schulische Bildung eine große Rolle. Die Erfahrung zeigt, dass Einzelförderung gepaart mit Gruppenaktivitäten und -gesprächen den Kindern hilft sich für bisher Unbekanntes zu öffnen und sie motiviert zu lernen. Sie erfahren, dass sie die Fähigkeit besitzen eine eigene Sicht der Dinge zu entwickeln, eine eigene Meinung zu bilden und zu erkennen, was sie selbst wollen. In der Gruppe werden auch Probleme einzelner Kinder besprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht.  

In der Freizeitgestaltung werden Sport, Spiele, Musik und Tanz, wie in allen CARDS- Projekten,  als Instrument zur Stärkung des Selbstbewusstseins eingesetzt. So gibt es natürlich auch im GIRL bereits eine beliebte Tanzgruppe, die schon erfolgreich an Schulwettbewerben teilgenommen hat. Auch Ausflüge zum Meer oder in Parks gehören zum regelmäßigen Freizeit-Programm.
Im Jahresbericht schreibt uns Frank Viswanath: "Es ist eine echte Herausforderung, mit diesen heranwachsenden Mädchen zu arbeiten. Es gibt immer wieder neue Situationen und auch Probleme. Trotz allem ist dies für alle ein sehr positiver Lernprozess!"

Aus dem Programm der indischen Kulturgruppe 2008

27.06.08  - Ankunft in Frankfurt / Begrüßung in Aglasterhausen
29.06.08 
- Gottesdienst ev. Kirche Helmstadt
29.06.08
  - KZ-Gedenkstätte Neckarelz, Spaziergang am Neckar
30.06.08
  - Grafeneckschule Helmstadt
01.07.08  - Besuch der ev. Kirchengemeinde Neckargartach
03.07.08  - Diakonisches Werk, Sinsheim
03.07.08  - Auftritt im „Keller“, Neckarbischofsheim
07. - 12.07.08 - Foto-Ausstellung auf der Landesgartenschau Bad Rappenau, Kirche im Zelt
05.07.08  - Heidelberger Schloss, Stadtteilfest Emmertsgrund/Boxberg
06.07.08  -
Mennonitengemeinde Hasselbach
07.07.08  - Evang. Kindergarten Regenbogen, Aglasterhausen
Empfang bei Bürgermeister Dambach, Aglasterhausen

Besichtigung Wasseraufbereitungsanlage Neckarbischofsheim

08.07.08  - Heidelberg - Boxberg, Waldparkschule Boxberg
08.07.08  - Besuch beim RNF-Fernsehen, Mannheim

09.07.08  - Ausflug nach Speyer, Besichtigung Dom
12.07.08  - Auftritt Landesgartenschau Bad Rappenau,
anschließend Besuch der Landesgartenschau

13.07.08  - Gottesdienst in Ittlingen, anschließend Mittagessen
und nachmittags Mitgliederversammlung im Gemeindehaus

14.07.08  - Kraichgau Realschule Sinsheim, Empfang bei OB Geinert, Sinsheim
14.07.08  - Heimatmuseum, Sinsheim

15.07.08  -
Kraichgau-Werkstatt, Sinsheim
16.07.08  - GHWRS Aglasterhausen
17.07.08  - Auswertungsnachmittag, Abschiedsfest mit Gastfamilien, Vereins- und Vorstandsmitgliedern
18.07.08  - Heimflug

Begrüßung in Aglasterhausen

Satya Vani, Rekha, Aruna, Rama Rao, Suneel Kumar, Ella Swamy, Samuel und Ratnam sind gut gelandet und wurden in Aglasterhausen von Steffi König und Ria Paulus empfangen. Abends war Treffpunkt in Steffis Garten.

Begegnungen und erste Gespräche in Steffi Königs Garten.

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Besuch an Arnold Paulus' Grab, Samstag, 28. Juni 08

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Gottesdienst ev. Kirche HelmstadtSample Image

Der Predigttext für den Gottesdienst in Helmstadt: Mt. 28,16-20

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Body theatre zur Bedeutung der Mission für die Dalits:

Als der hinduistische Schöpfergott Brahma die Menschen schuf, „entstanden“ aus seinem Kopf die Priester, die Brahmanen,aus seinen Schultern die Krieger, aus seinem Bauch die Händler und Kaufleute, aus seinen Beinen die Bauern und Handwerker.

Von Anbeginn war damit die Ordnung des Kastensystems festgelegt.

Ausgeschlossen aus diesem System und damit auch ausgeschlossen aus der menschlichen Gesellschaft waren die sogenannten „Unberührbaren“. Sie stammten nicht vom Gott Brahma ab und galten daher als wertlos und unrein. Sie wurden unterdrückt, mussten niedrige Arbeiten verrichten und hatten keine Rechte. Heute nennen sie sich Dalits, das heißt: unterdrückt, zertreten, geschlagen.

Früher musste ein Dalit durch Glöckchen an den Beinen und durch lautes Rufen die Kastenhindus vor sich warnen, damit sie ihm nicht zu nahe kommen und sich verunreinigten. Ein Dalit musste mit einem Besen seine Spuren verwischen. Er musste immer einen Spucknapf bei sich tragen, damit er mit seiner Spucke nicht die Straße verunreinigte.

Father Hayer, ein christlicher Missionar, kam um 1847 nach Indien und war schockiert darüber, wie schlecht die Dalits behandelt wurden. Keiner der Kastenhindus konnte ihm einen Grund dafür nennen. Erst bei den Brahmanen erfuhr er, dass die Dalits für Sünden in ihrem vorherigen Leben büßen müssen. Deshalb wurden sie in diesem Leben als Dalits geboren. Es gibt für sie keinen Ausweg aus ihrer Lage. Sie müssen dieses schlechte Leben ertragen.

Der Missionar akzeptierte diese Erklärung nicht. Er setzte sich ein für die Menschenrechte der Dalits. Er begann die Dalits zu bilden und lehrte sie lesen und schreiben.

Das war der Beginn für weitreichende Veränderungen.

Noch immer gibt es Ungerechtigkeiten gegenüber den Dalits, aber durch die Arbeit von CARDS konnte schon viel erreicht werden.

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Gruppenfoto mit Steffi König und Pfarrer Haselbach.
 
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 Auf dem Weg zum Dampfnudelfest der Landfrauen in der alten Grundschule in Helmstadt.

 

 

 

 

 

 

Die Dampfnudeln waren ein voller Erfolg, sie haben sehr gut geschmeckt. Und alle Inder können auf gut helmschderisch das schöne deutsch-badische Wort "Dampfnudelfeschd" sagen.

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Anschließend gabs aber sicherheitshalber noch bei Familie Nitsche Reis und chicken.

Nach dem Essen erholten sich alle bei Gesprächen und im Garten bei herrlichem Sommerwetter. 

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KZ-Gedenkstätte Neckarelz  

Nachmittags besuchten wir die KZ-Gedenkstätte in Neckarelz.

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Wir waren uns nicht sicher, ob wir dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte unseren Gästen zumuten konnten/wollten. Aber - es gibt dieses Bala-Bata-Lied, in dem die Kinder, zum Text passend, verschiedenen Bewegungen machen. Für uns Deutsche ist es ein schockierender Anblick, wenn wir uns in Indien in einer gut gefüllten Sporthalle ca. 500 Kindern gegenüber sehen, die alle den rechten Arm zum "Hitlergruß" emporheben. Natürlich hat die für uns unerträgliche Handbewegung, in diesem Lied eine ganz andere Bedeutung. Es geht darum, dass die Kinder in der Bala-Bata-Schule beschützt werden. Der erhobene Arm symbolisiert dies.

Wir haben mit Ratnam, der sich sehr für Geschichte interessiert darüber gesprochen. Er war begeistert, denn er hatte sich in Indien schon mit dem Thema auseinandergesetzt. Er erzählte uns, dass in Indien Hitler als Held gilt und dass manche Eltern ihre Kinder Hitler nennen. Sample Image Richard Melling vom Verein "KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V." erklärte in seiner Einführung, wie es kam, dass Hitler den Deutschen den erhobenen rechten Arm "gestohlen" hat. Sample Image Mit großem Interesse hörten die Inder die Berichte über die unmenschliche Behandlung der Häftlinge und Zwangsarbeiter in dem Gebäude, das heute wieder, wie vor dem 3. Reich, eine Schule ist. 

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Ratnam bedankte sich bei Herrn Melling und betonte, wie wichtig es ist über solche Geschehnisse Bescheid zu wissen. Umso deutlicher wird die Notwendigkeit, sich gemeinsam weltweit für einen Prozess der Demokratisierung  einzusetzen. 

Ein wirklich lohnender Besuch
für alle Beteiligten!
 

Spaziergang am Neckar

Bei herrlichem Wetter genossen wir alle anschließend den Spaziergang am Neckar und ein Eis, das Sigrun und Jens Landes-Brenner - Überraschungsgäste beim Gottesdienst am Morgen - für alle spendiert haben.

"Speziell für uns" hat ein Motorboot ein rasantes, kurvenreiches Schaufahren veranstaltet. Zur Begeisterung der Männer mit 2 jungen Frauen im Bikini auf der Motorhaube (sagt man das bei Booten auch so?). Außerdem konnten wir eine Reihe von jungen Skatern auf der Skaterbahn unter der Bundesstraße beim Training ihrer Künste beobachten.

Sample ImageSample Image Tatsächlich waren wir alle nicht nur am, sondern auch im Neckar. Und irgendwie ist Deutschland auch ein bisschen indisch. Ratnam hat sich mit Neckarwasser übergossen und auch davon getrunken. Ich habs zwar nicht gesehen, weil Steffi und ich Eis holen waren, aber Rainer hat es bestätigt. So weit würden wir jetzt nicht gehen - Spiritualität hin oder her. Wir hoffen alle, dass die indischen Abwehrkräfte auch für deutsche Bakterien etc. ausreichen. Ein ereignisreicher Tag ging mit dem Spaziergang am Neckar und danach natürlich mit dem EM-Endspiel Deutschland-Spanien zu Ende. 

Grafeneckschule Helmstadt

Besuch aus Indien an der Grafeneckschule am 30.06.2008

Bereits zum 3. Mal Besuch in der Grafeneckschule in Helmstadt, diesmal mit  Schecküberreichung.

Der Erlös der Weihnachtsaktion 2007, 360 € geht als Spende an CARDS.  Vielen Dank!

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Mit dem ersten bodytheatre kam gleich eine völlig andere Welt in die Aula. Der Dalit befürchtet, dass er einem Kastenhindu begegnet und er versucht auszuweichen.   

Er wird immer wieder beschimpft und weggejagt.

Sample ImageSample Image Die Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu beenden und die Würde der Dalits wieder herzustellen ist das Ziel der Arbeit von CARDS. Sample ImageSample Image  Sample ImageDas 2. Bodytheatre-Stück berichtet davon, wie der Lehrer der Bala-Bata-Schule für seine Schüler sorgt. Die deutschen Schüler schauen aufmerksam zu.  Sample ImageJedes Bala-Bata-Kind bekommt Samen und Pflanzen, um zuhause einen Küchengarten anzulegen.

 

Sample ImageEin Bala-Bata-Junge hat den besten Schul-Abschluss im ganzen Bezirk gemacht. Der Gouverneur von Andhra Pradesh kommt und verleiht dem Jungen eine Goldmedaille.Sample ImageDer Junge erzählt es seinem Großvater. Der ist so begeistert, dass er den Jungen auf den Schultern durchs Dorf trägt und es wird ein großes Fest gefeiert. Sample ImageVom "Regenbogentanz" und von den anderen Tänzen sind alle begeistert. Sample ImageSample Image Nach dem Auftritt in der Aula verteilen sich die indischen Gäste in einzelne Klassen zu Aktionen und Gesprächen. Unglaublich, was die Schülerinnen und Schüler alles wissen wollten! Jeder, der eine Frage hatte, meldete sich und stellte sich zuerst vor: "My name is ..." und dann gings los. Sample Image

F: Wie lange dauert es, bis man so gut trommeln und dazu noch tanzen und singen kann?

A: In 2 Monaten kann man es lernen und dann muss man üben. Samuel, der zum Abschluss des Auftritts ein phänomenales Trommelsolo hingelegt hat, trommelt seit 2 Jahren. Die Gruppe hat 2 Monate lang von morgens bis abends trainiert, bis alle Tänze und Bodytheatre-Stücke saßen.

Und Florian durfte das Trommeln mal ausprobieren.

F: Wieso habt ihr denn in den Dörfern keinen Strom?

A: Der Strom wird vor allem an Wasserkraftwerken an den großen Flüssen erzeugt, Indien hat sonst wenig Technolgie, leider wird auch kaum die Sonnenenergie genutzt, obwohl die Sonne so viel scheint. In den abgelegenen Gebieten, die nicht in der Nähe der großen Flüsse liegen, gibt es deshalb oft keinen Strom. 

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F: Wo bekommt ihr denn euer Wasser her? Das kommt doch bestimmt nicht einfach aus dem Wasserhahn?

A: Das Wasser muss man am Brunnen holen und das geht so:

F: Wie haltet ihr denn das aus, wenn es immer so heiß ist? Bekommt ihr keinen Sonnenbrand?

A: Wir sind das von Geburt an gewohnt, unsere Haut ist darauf eingestellt, deshalb ist die Haut so dunkel. Wenn wir nicht Besuch aus Deutschland bekommen würden, dann wüssten wir nicht einma, dass es Sonnenbrand gibt.

F: Was macht ihr denn den ganzen Tag, wenn ihr keinen Fernseher habt? (Uups)

A: Wir müssen arbeiten und Geld verdienen.

F: Warum ist Deutschland so ein reiches Land und Indien ist so arm?

A: Indien ist auch ein reiches Land, aber der Reichtum gehört nur wenigen und die anderen sind sehr arm.

Florian meldet sich: "Ich weiß noch was. Er hat doch vorhin gesagt, dass es wenig Technik gibt und wir in Deutschland verdienen ja das meiste Geld mit Technik und wenn es keine Technik gibt, dann können sie auch nicht so viel verdienen."

Na, da bleibt einem doch die Spucke weg, sowas von einem Drittklässler!

F: Warum habt ihr denn solche Halsketten um?

A: Die Ureinwohner in Indien tragen solche Ketten. Sie haben einen Natur-Glauben und verehren Göttinnen. An den Ketten tragen sie kleine Bilder von den Göttinnen als Schutzzeichen. Wenn sie kein Geld haben, um zum Arzt zu gehen, dann gehen sie zum Schamanen, der gibt ihnen solche Zeichen, damit sie wieder gesund werden.

Also wirklich, wer kommt auf solche Fragen? Auch Ratnam war verblüfft und beeindruckt. Es hat wirklich Spaß gemacht.

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Zur Abwechslung mal wieder was praktisches, das jede/r wissen will: Wie wickelt man denn einen Sari?

Und zum Schluss ein besonderes Klassenfoto bunt gemischt. 

Sample ImageSample Image  Sample Image In der Aula sind derweil Autogramme heiß begehrt. Bollywood lässt grüßen. Aber für die indischen Dalits ist das eine höchst außergewöhnliche Anfrage, der sie aber gerne nachkommen.  Sample ImageSample Image Sample Image

Anna und Annika üben schon fleißig Stocktanz und es klappt schon ziemlich gut!

Anna hat alles gut gefallen, besonders das Trommeln. "Es war sehr laut, aber ich habe mir nicht die Ohren zugehalten." erzählt sie strahlend.

Sample ImageSample Image Sample ImageMittags hat Frau Kulesza mit ihrer Kochklasse die Gäste zum Lunch eingeladen. Deutsches Essen, aber mit indischem Touch, also mit Reis und etwas schärfer als gewohnt. 

Diakonisches Werk in Sinsheim

Sample ImageSample Image Beim Besuch des Diakonischen Werks in Sinsheim gab Gerhard Tröndle den indischen Gästen einen theoretischen Einblick in die evangelische Sozialarbeit. Einen Teil der praktischen Seite konnten die Inder im DW-Laden besichtigen. 

Evangelischer Kindergarten Regenbogen, Aglasterhausen Sozusagen ein Heimspiel hatten die Inder im „Kindi“ in Aglasterhausen. Schließlich wohnen sie schon seit einer Woche in der Gemeinde. Sample ImageSample Image 

Dem Trommeln zuhören ist schon klasse, aber selbst laut trommeln ist noch besser! An diesem ereignisreichen Vormittag gab es „Henna-Tatoos“ mit Aquarell-Stiften, Sariwickeln, Mango-Lassi und Nan-Brot und Trommeln und Stick-Dance für die Kinder und zum Schluss noch eine Aufführung für Kinder und die Eltern. 

Bei der Vorbereitung des Besuchsprogramms planen wir neben den Auftritten auch einen möglichst breit gefächerten Einblick in die Organisation gesellschaftlicher Belange. Nach einem Empfang im Rathaus bei Bürgermeister Dambach ging es zum „Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Mühlbach“.   

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Mit einer Powerpoint-Präsentation (in Englisch!) führten Herr Heber und Herr Wieland die Gruppe und auch die Begleiterinnen in die Geheimnisse der Nanofiltration des Trinkwassers ein.

Danach  wurde die Filtrationsanlage in Neckarbischofsheim besichtigt.

Landesgartenschau in Bad Rappenau

Am Samstag, dem 12.07.08 verbrachten die indischen Gäste mit uns einen etwas kühlen, aber erfolgreichen und interessanten Tag auf der Landesgartenschau in Bad Rappenau.

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Die Besucher strömten in Massen durch den Eingang am Gradierwerk. Viele Mitglieder und Freunde von CARDS nutzten die Gelegenheit zu einem Treffen und auch einige andere ließen sich zur Andacht ins Kirchenzelt locken.

Sample Image Der anschließende Auftritt vor dem Kirchenzelt erregte Aufsehen. Manche schauten im Vorübergehen zu, viele ließen sich aber auch Zeit und setzten sich. Sample Image Sample ImageSample Image Sample ImageSample Image Die Ausstellung im Kirchenzelt gab einen Überblick über die Projekte von CARDS und wurde im Laufe der vorherigen Woche von vielen Besuchern mit Interesse angeschaut.

 

Sample Image Anschließend konnten die Inderinnen und Inder bei einem Rundgang durch das Landesgartenschaugelände deutsche Handwerkskunst und viele bunte Blumen bewundern. Besonders begeistert waren sie von den deutschen Chillies. Und sie amüsierten sich über die vielfältigen, seltsamen Formen. Sample Image Sample Image Sample Image

 Picknick im Grünen, Zeitwald, Kinderspielplatz, deutsches Getreide und vieles mehr. Später kam auch noch die Sonne heraus. Unsere Gäste und auch wir haben den Besuch der Landesgartenschau sehr genossen. 

Gottesdienst in Ittlingen und anschließend Mitgliederversammlung

Dank guter Vorbereitung und organisatorischer Meisterleistung des Vorstands-Teams wurde der MV-Sonntag eine runde Sache.

Vor allem beim indischen Mittagessen kamen Mitglieder und auch etliche Gäste voll auf ihre Kosten.

Sample Image Der Gottesdienst am Vormittag wurde vom Vorstandsmitglied Dieter Eitel gehalten und von den Indern mitgestaltet. Weil es draußen nass und kalt war, fand das anschließende Straßentheater nicht vor der Kirche, sondern drinnen statt. Viele der Gottesdienstbesucher blieben noch bei der Aufführung in der Kirche. Sample ImageSample Image Der Vorstand und auch einige Mitglieder hatten gemeinsam für ein gut gefülltes und leckeres Curry-Bufett gesorgt. Beim Essen und danach nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit zum Austausch mit den indischen Gästen.

 

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Mit der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Steffi König, begann der offizielle Teil der Mitgliederversammlung. Der Beginn war dem Gedenken an Arnold Paulus gewidmet, der am 29. August 2007 verstorben ist.

Gertrud Paulus wurde als Ehrenmitglied in den Verein aufgenommen. Ria Paulus und Dieter Eitel überreichten eine Urkunde und als indisches Zeichen eine Blumenkette.

Sample Image Auch Frank Viswanath dankte "Gertrud-Oma" für ihre liebevolle Sorge und ihre Freundschaft. Sample Image Waltraud Huber und Brigitte Krahe, die beide lange Jahre im Vorstand aktiv waren und nicht mehr kandidierten wurden geehrt und ebenfalls mit einer Urkunde und einer Blütenkette bedacht.  Sample ImageSample Image Frank Viswanath informierte die Versammlung aus erster Hand über die neueste Entwicklung der CARDS-Projekte. Sample ImageSample Image Die Inder überraschten danach die deutschen Gäste mit typisch indischen "Pokalen" zum 30jährigen Jubiläum von CARDS, das in diesem Jahr gefeiert wird. Sample Image Sample ImageSample Image Sample ImageSample Image 

Danach folgten die Berichte des Vorstands und Wahlen. Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus:

1. Vorsitzende:   Steffi König
2. Vorsitzende:   Ria Paulus
Kassier:              Siegfried Funk
Schriftführerin:    Margit Nitsche
BeisitzerInnen:    Dr. Dieter Eitel
                            Hans-Eckard Bucher
                        Sabine Danner (ehemals Hans)
                            Peter Moser

und neu als Beisitzer im Vorstand ist Richard Nitsche

 

 Bilder vom Besuch in der Kraichgau Werkstatt in Sinsheim Sample ImageSample Image Sample ImageSample Image Sample Image 

GHWRS AglasterhausenSample Image

"Randi, randi"  sangen die Schülerinnen und Schüler auf Telugu in der Turnhalle in Aglasterhausen - zur großen Freude der Inder. Für sie war dies ein Höhepunkt ihrer Reise.

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Gespannt verfolgten die Zuschauer den Auftritt der Inderinnen und Inder.

 

 

 

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Beim Tommeln, Tanzen, Sari Wickeln und Hennah-Tatoos waren Deutsche und Inder gemeinsam in action.
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Heidelberg - Boxberger Erlebnisse

Ein abwechslungsreiches Programm hatten die Inder auch in Heidelberg, wo sie auf dem Boxberg und im Emmertsgrund bei Gastfamilien untergebracht waren.

Nach einem kurzen Besuch auf dem Heidelberger Schloss, ging es am 05.07. gleich zum Stadtteilfest Emmertsgrund/Boxberg, anlässlich des 35.jährigen Jubiläums des Emmertsgrundes.

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Unsere indischen Freunde traten zu diesem Ereignis als 1. Gruppe auf und eröffneten mit Trommeln und Tänzen das Fest.

 

 

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Sie unterstützten später eine Jazzgruppe mit ihren Trommeln.

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An der Waldparkschule auf dem Boxberg waren die Inderinnen und Inder natürlich sehr willkommen und begeisterten mit ihrem Programm Kinder und Lehrer, die sich ja schon sehr für das Boxberg Home engagiert haben.

Beim gemeinsamen Sportunterricht in einer 6. Klasse waren die Inder aktiv beteiligt.

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Schecküberreichung in der Waldparkschule im Beisein von Bürgermeister Dr. Joachim Gerner.

Besuch beim Rhein-Neckar-Fernsehen in Mannheim.

Sample Image Bei einem Ausflug nach Speyer besichtigte die Gruppe den Speyrer Dom und die Krypta. Sample ImageSample Image Von der alten Brücke wurde zum Abschied von Heidelberg noch einmal das Schloss betrachtet. Sample ImageSample Image 

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