Reise nach Indien vom 23.03. bis 14.04.2013

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Indien verändert sich. Bei unserem ersten Ausflug in Hyderabad war unsere Reisegruppe gleich eine Attraktion. Diesmal machten nicht nur wir die Fotos, sondern wir wurden auch des Öfteren selbst fotografiert.

Das ausführliche Tagebuch über die Reise finden Sie hier.

 

Am 24.03.13 erreichte unsere Reisegruppe Hyderabad und wurde von Ratnam und Rajani abgeholt. Zum Eingewöhnen waren wir für drei Tage im Child Guidance Center untergebracht und konnten die Einrichtungen dort besichtigen. Bei einem Tourismusprogramm besuchten wir den Charminar und das Golkonda Fort.

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Am 27.03. fuhren wir ab in Richtung Guntur. Unterwegs konnten wir aus dem sicheren Bus heraus, das farbige Holi Getriebe beobachten. Am Frühlingsfest Holi wird die Fruchtbarkeit der Natur gefeiert, was durch die vielen bunten Farben symbolisiert wird.

In der Nähe des Nagarjuna Sagar Staudamms hatten wir bei den Wasserfällen (die allerdings sehr wenig Wasser führten) unseren Lunch und danach das erste Meeting mit einigen der zahlreichen ACOs und RCOs, den organisatorischen LeiterInnen der Bala Bata Bewegung, die die DOs (Development Organicer, Bala-Bata-Lehrer) betreuen. Wer sich intensiver über die Bala Batas informieren möchte, dem ist diese Seite sehr zu empfehlen: www.bala-bata.de

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Im Gespräch wird klar, dass Bala Bata weit mehr bedeutet, als Nachhilfe für die Kinder. Die RCOs etc. kümmern sich um viele Belange in den Dalit-Dörfern. Sie sorgen dafür, dass die gesetzlichen Rechte der Dalits auf Infrastruktur (Wasserleitungen, Stromversorgung, Straßenbau) durchgesetzt wird. Sie schulen die DOs und informieren über die Rechte der Einzelnen. Viele Witwen wissen z.B. nicht, dass sie Anspruch auf eine (geringe) Witwenrente haben. Die DOs helfen ihnen, den entsprechenden Antrag auszufüllen.

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Die Temperaturen bewegen sich auf 40 Grad zu. Da ist jede Abkühlung willkommen.

 

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Abends besuchen wir eine Bala Bata Schule bei den Chenchu Tribals. Die Kinder singen und tanzen für uns. Wir revangierten uns mit deutschen Liedern. Kaum hatte Gerhard angefangen Flöte zu spielen, wurde es mucksmäuschenstill. Was einiges heißen wollte. Alle waren begeistert.

Als es dunkel wurde, holten einige Männer ihre Trommeln und die Frauen zeigten ihre traditionellen Tänze.

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Ein sehr wichtiges Besuchsziel war für uns natürlich das GIRL-Mädchenheim. Es war uns allen eine große Freude, an der Brücke die von den Deenapur-Colleges zum GIRL führt, von so vielen strahlenden Kindergesichtern empfangen zu werden.

IMG 0953Bei gemeinsamen Luftballonspielen hatten beide Seiten ihren Spaß.

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Ein besonderes Erlebnis war unsere Teilnahme am Kräuter-Workshop in Eli garden. Im Schatten des Mangobaums begann es mit dem theoretischen Teil. Die Studentinnen schrieben in ihre Hefte, was Mary, die Kräuter-Lehrerin diktierte.

IMG 0682IMG 0799Danach war ein Ausflug ins nahe Gebirge geplant. Bei über 40 Grad C. im Schatten blieben wir aber lieber auf ebener Strecke. Auch dort fanden wir etliche indische Heilkräuter, konnten einige sogar gleich ausprobieren und die Wirksamkeit feststellen.

 

 

 

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Nach getaner Arbeit, kam das Vergnügen bei einem kulturellen Austausch mit indischen Tänzen und deutschen Liedern. Von der Flötenbegleitung waren die InderInnen besonders angetan.

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Am nächsten Tag blieb ein Teil der Gruppe "zuhause" im Frauen-Wohn- und Ausbildungszentrum (WEDS). Elfriede, Gerhard und Margit führten Workshops mit Studentinnen und DOs durch. Während sich die einen bei Spielen mit Luftballons amüsierten, formten die anderen Figuren aus Ton und erfanden Geschichten damit. Nach 1 1/2 Stunden wurde getauscht, so dass alle DOs beide Workshops mitmachen konnten. 

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Rosi und Barbara machten sich derweil auf den Weg ins Tsunami-Gebiet und besuchten das Boxberg Home. Die Kinder, die nach dem Tsunami 2004 dort eine Heimat gefunden haben, sind inzwischen auf einem guten Weg in die Eigenständigkeit. Sie besuchen weiterführende Schulen, manche haben bereits eine Ausbildung abgeschlossen.

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Im Boxberg Home ist inzwischen eine kleine Gesundheitsstation eingerichtet. Dort trafen sich Barbara und Rosi mit einigen Hebammen, die von ihrer Arbeit berichteten.

Außerdem gibt es auch eine Boxberg-Bala Bata, die morgens und abends Leben in die Bude bringt.

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Am Ostersonntag trafen wir uns mit ACOs und RCOs im Adivasi-Stammesgebiet. Die jungen Leute erzählten uns von ihren Erfahrungen.

 

 

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Sie begleiteten uns zum

Adivasi-Tempel Gubbala Mangamma Talli.

 

 

 

 

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Abends besuchten wir die Waldkindergarten Bala Bata und brachten Grüße vom Waldkindergarten in Heidelberg.

 

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Höhepunkt und Abschluss des Tages war der Tanz mit den Adivasi-Frauen in Swamis Dorf.

 

 

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Ein ganz besonderes Erlebnis war der Einkauf auf dem Gemüsemarkt und im Gewürzlädchen
Gemse-Sund das anschließende Kochen mit den Studentinnen.

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Einen begeisterten Empfang bereiteten uns die Jungen und Mädchen im Adivasi-Dorf.

Die DOs und die Jungen aus den BEST-Clubs erzählen uns von ihrer Arbeit. In den BEST-Clubs (Bala Bata Empowered Students) schließen sich Schülerinnen und Schüler zusammen, die einen Bala Bata besucht haben und nun eine staatliche Schule besuchen, aufs College gehen oder auch schon eine Berufsausbildung absolvieren.

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Die Aufgaben der BEST-Clubs sind vielfältig. Sie kümmern sich um jüngere SchülerInnen, untersützen die DOs bei ihrer Arbeit und setzen sich auch in ihren Dörfern ein.
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Die Begeisterung, mit der die jungen DOs von ihren Bala Batas erzählen ist beeindruckend. Man nimmt es ihnen ab, dass sie mit Freude dabei sind und ihr eigenes Wissen gerne weiter geben.

 

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Nach 3 Wochen voller überwältigender Eindrücke fällt der Abschied einerseits schwer, andrerseits freut man sich nach über 40° C. auf die Abkühlung in Deutschland.

 

Text Margit Nitsche, Fotos Sigrun Landes-Brenner, Rosi Moser, Margit Nitsche

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