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Das Tsunami - Hilfsprogramm von CARDS

7.12.2004 - am Tag nach der Flutkatastrophe, die in ganz Südostasien schlimmste Schäden angerichtet hat - fuhren Mitarbeiter von CARDS in die betroffenen Gebiete. Dort liegen auch Dörfer, in denen CARDS arbeitet. Es bot sich ein grauenhaftes Bild von Tod und Zerstörung.

Auch bei uns in Deutschland war der Schock über die Katastrophe groß. Gleichzeitig war es eine Erleichterung, dass wir durch CARDS die Möglichkeit hatten, direkt zu helfen. So starteten wir gleich am 27.12.04 eine Spendenkampagne und riefen übers Internet und in der Presse zu Spenden auf.

Dadurch war es uns möglich CARDS bei der Soforthilfe zu unterstützen. Auch bei der Durchführung der langfristig geplanten Maßnahmen werden wir  weiterhin mithelfen.

  1.  Soforthilfe                                                     

2. Mittelfristige Hilfe – Einkommenssichernde
Maßnahmen

3. Langfristige Wiederaufbauhilfe 

1. Soforthilfe zur Linderung der ersten
    und schlimmsten Not
.

  • Nahrung, die eine schnelle Zubereitung ohne großen Kochaufwand ermöglicht
  • eine einfache Kochausstattung um Nahrung zuzubereiten
  • Trinkwasser
  • Kleidung und Decken.  

 

 
 
  Vom ersten Tag an war CARDS vor Ort und hat Hilfsgüter verteilt, oft bis spät in die Nacht.
Mitglieder des Vereins waren bei den Hilfsaktionen dabei.  

In den aufgeführten Dörfern konnten betroffene Familien mit Soforthilfe unterstützt werden. 

Tsunami Relief Programme in Prakasam District
Tsunami-Hilfe im Bezirk Prakasam

Name des Dorfes 
Zahl der betroffenen Familien
unterstützte Personen
Prakasam District, Cherala
148
648
 

Tsunami Relief Programme in Krishna District
Tsunami-Hilfe im Bezirk Krishna

 Name des Dorfes                    Zahl der betroffenen Familien        unterstützte Personen
Pedakanur 838                                                
3510
Surangapalem Dibballu 87 359
Krishna 371 1537
Sanjeevaiah Nagar, Madhyataragathi                         
13 73
Ethamukkalla  100 477

Yenadi Colony, Ethamukkalla 

155 552
Summe 1564 6508

Tsunami Relief Programme in Guntur
District
Tsunami-Hilfe im Bezirk Guntur

Harbour Area, Nizampattnam, Pellakarulu, Yenadi Colony     45   203
Pamarthi, Yenadi Colony   32   116
Yenadi Colony, Nizampattnam    23   101
S.C. Colony, Adavula Deevi, Nizampattnam                            
106                                                
  380
Sangham, Yenadi Colony (Repalle Rural Mandal)Mallagunta Sangam   25     87
Kothapalem, Yenadi Colony     6     22
S.T. Colony, Yenadi Sangham, Adavuladeevi     36   119
Rajupalem, yenadi Colony, Ethamukala    39   117
Adavipallipalem, Danavaipet Nakshtra Nagar, Nirupadalu     14     68
Sanjeevaiah Nagar, Nirupedalu     11     44
Nakshtra Nagar, Madyataragathi     6     22
Nakshtra Nagar, Nirupedalu   419 1643
Summe 762 2922
   

Die Hilfsmaßnahmen erfordern eine umfassende Organisation.

Mitarbeiter von CARDS erfassen die Schäden und stellen den Bedarf fest.

 Anhand offizieller Einwohnerlisten wurden von CARDS Coupons verteilt, die dann bei der Übergabe der Haushalts-Sets abgegeben werden mussten.  

 Für 90% der Betroffenen ist das Meer die einzige Lebensgrundlage.

2. Mittelfristige Hilfe -     
    Einkommenssichernde Maßnahmen

  • Beschaffung von Fischernetzen.

  • Ohne diese wirtschaftliche Grundlage und Einkommensquelle ist kein einigermaßen unabhängiges Überleben möglich.

  • CARDS hat damit begonnen zunächst 150 Familien mit neuen Netzen zu versorgen und mit Material zum Flicken der Netze, die das Meer nicht weggespült hat.

 

 3.  Langfristige Wiederaufbauhilfe

  • Das Hausbauprogramm

Die Menschen, die durch die Tsunamiwelle obdachlos geworden sind, sollen beim Neubau ihrer Häuser unterstützt werden.

CARDS beteiligt sich an einem Regierungsprogramm und übernimmt die Organisation beim Bau von 295 festen Häusern in Denavayipet im Bezirk Bapatla.

Die gesamten Kosten für den Bau eines Hauses betragen 50.000 Rs. (ca. 900 €.). Davon trägt der indische Staat 40.000 Rs. (ca. 720 €). 10.000 Rs. (ca. 180 €) muss CARDS selbst aufbringen. Dabei wollen wir CARDS unterstützen.

  • Gemeindezentren/Schutzgebäude 

In 10 Dörfern sollen “community halls” errichtet werden.

- Als Treffpunkt und Versammlungsort für die Gemeinde,
- Schutzraum bei Wirbelstürmen, Flutwellen oder anderen Katastrophen,
- Informations- und Schulungszentrum für die Fischer.
- Mit einem kleinen Gesundheitsposten ('health centre')

  • Bildungsprogramme

- um die Chancen der jungen Dalits zu erhöhen.
- Bala-Bata-Nachhilfeschulen
- Einbeziehung der jungen Dalits in das
Ausbildungsprogramm
  (Colleges und Berufsfachschulen)

CARDS organisiert und koordiniert mit staatlicher Unterstützung ein Hausbauprogramm. Die neuen Häuser sollen stabiler werden als die Hütten und besseren Schutz bieten.

 
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